Wiener Handel befürchtet Rekorddemojahr

Zwei Ringstraßensperren innerhalb von drei Tagen - Handel fordert Maßnahmen zur Eindämmung der Demoflut am Ring

Wien (OTS) - Wenn am kommenden Samstag und Montag innerhalb von 3 Tagen wieder zwei Demos den Ring für Stunden blockieren werden, so ärgert das nicht nur die Auto- und Öffifahrer, sondern vor allem auch die Handelsunternehmen in der Innenstadt und den inneren Bezirken. "Es steht zu befürchten, dass mit Frühlingsbeginn auch die Zahl der Demos am Ring wieder rasant steigt. Wenn es nicht gelingt, die Demos und Schönwetterevents auf den Hauptverkehrsrouten in der Innenstadt einzudämmen, steuern wir auf ein Rekorddemojahr mit Rekordverlusten für den Handel zu", sagt der Obmann des Wiener Handels, KommR Erwin Pellet. Gerade an den umsatzstarken Samstagen schaden derartige Veranstaltungen dem Wiener Handel besonders, weil die Kundschaft einfach ganztags ausbleibt.

Aktuelle Umsatzzahlen renommierter Händler entlang der Demonstrationsrouten und der Wiener Innenstadt zeigen, wie geschäftsschädigend sich solche Sperren auf die dort ansässigen Handelsbetriebe auswirken. Diese überbordende Ausübung des Demonstrationsrechts beeinträchtigt massiv die Wirtschaft an der Ausübung ihres ebenfalls verfassungsrechtlich garantierten Rechts auf Erwerbsfreiheit. "Wenn gerade heuer im Jubiläumsjahr der Ringstraße eine neue negative Rekordanzahl für Demos in der City prognostiziert wird, so kann man nicht früh genug die Veranstalter als auch die Behörden zur Vernunft mahnen", fordert Pellet. "Ich verstehe die Anliegen der Wiener Ärzteschaft in ihrer Forderung nach besserer Entlohnung. Im Gegenzug ersuche ich aber auch diesen verantwortungsvollen Berufsstand, ein ebensolches Verantwortungsbewusstsein und Verständnis gegenüber dem Wiener Handelsstand hinsichtlich deren Geschäftstätigkeit zu zeigen!"

Ob Handelsbetriebe, Transportunternehmen, Taxis, Hotellerie- oder Handwerksbetriebe: alle sind auf die Zufahrtsmöglichkeiten und Freiheit der Straßenbenützung angewiesen. "Daher fordere ich von den zuständigen Behörden ein restriktiveres Vorgehen bei der Genehmigung von Kundgebungen und Events. Auch die Politik sollte sich endlich der Problematik annehmen", so Pellet. Die Freiheit des Einzelnen oder einzelner Gruppen endet dort, wo die Freiheit anderer massiv eingeschränkt wird. Und viele tausend Wiener Unternehmen sind mittlerweile in ihrem Recht auf Geschäftsausübung durch die Demoflut massiv beeinträchtigt. Dabei geht es um die Existenz von Unternehmern, genauso wie um tausende Arbeitsplätze von Angestellten.

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