Rauchverbot darf nicht auf dem Altar der Steuer-Reform geopfert werden

ExpertInnen-Initiative DON’T SMOKE zum Verhandlungsstopp der Gastronomie

Wien (OTS) - "Die Gesundheit der ÖsterreicherInnen darf nicht zum Spielball in den Verhandlungen zwischen Gastronomie und Regierung werden", appelliert Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg, Initiator der ExpertInnen-Initiative DON’T SMOKE, nachdem bekannt wurde, dass die Gastronomie-Vertreter das für heute geplante Gespräch zum Thema Rauchverbot kurzfristig abgesagt haben. "Steuerreform und Rauchverbot haben nichts miteinander zu tun und sollten auch nicht junktimiert werden. Oder noch deutlicher formuliert: Das Rauchverbot darf nicht als Zugeständnis an die Wirte auf dem Altar der Steuerreform geopfert werden."

"Zweifellos sind die Gastronomiebetriebe in einigen Bereichen vor große Herausforderungen gestellt", zeigt sich Samonigg verständnisvoll. "Und wir setzen uns auch dafür ein, dass die betroffenen Unternehmer unterstützt werden - das haben wir als ExpertInnen-Initiative DON’T SMOKE von Beginn an bekundet."

Aber die Gesundheit der Menschen solle nicht als Faustpfand in einem politischen Tauziehen eingesetzt werden, betont er. "Vor allem die MitarbeiterInnen in der Gastronomie haben - im Gegensatz zu gängigen Behauptungen - keineswegs die Wahl, in ein Raucherlokal zu gehen oder nicht. Es ist ihr Arbeitsplatz. Und den gibt man gerade in einer Branche mit besonders hohen Arbeitslosenquoten nicht leichtfertig auf."

Samonigg hofft daher, dass die Vertreter der Gastronomie an den Verhandlungstisch zurückkehren: "Zahlreiche Studien belegen, dass die Lokale schlussendlich keine Umsatzeinbußen erleiden, wenn es eine einheitliche Regelung mit einem generellen Rauchverbot gibt. Selbst viele führende heimische Lokalbesitzer sprechen sich dafür aus. Denn sie werden immer wieder von österreichischen und insbesondere internationalen Gästen auf die hinkende, vielfach nicht funktionierende Lösung angesprochen. Das tut auch dem Tourismusland Österreich nicht gut. Wenn man also gemeinsam einen Weg sucht und die Umstellung durch effektive Lösungen abfedert ohne neuerlich faule Kompromisse einzugehen, werden alle profitieren."

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