Vizekanzler Mitterlehner eröffnete die „Fantastischen Welten“ im Kunsthistorischen Museum

Ausstellung über das Expressive in der Kunst um 1500 – Viele Gäste und Prominenz bei der feierlichen Eröffnung am Montag

Wien (OTS) - Poesie und Drama, Kosmos und Naturgewalten, Werke voller Emotion und Stimmung: Die Ausstellung "Fantastische Welten", die bis 14. Juni 2015 im Kunsthistorischen Museum zu sehen ist, widmet sich der starken, um 1500 sich breitmachenden Welle expressiver Formeln, die vor allem im Werk Albrecht Altdorfers und weiterer Vertreter der so genannten "Donauschule" wie Wolf Hubers oder des Meisters IP zum Ausdruck kommen. Rund 140 Exponate, darunter Werke von Lucas Cranach, Matthias Grünewald und Hans Leinberger, führen vor Augen, wie Landschaften, Historien und Porträts durch das neuartige, ausdrucksstarke Zusammenspiel von Licht, Farbe, Form und Pose neu erfunden wurden und damit einen Gegenpol zu der von Naturstudium und Regelmaß bestimmten Kunst Albrecht Dürers bildeten.

Eröffnet wurde die Ausstellung am Montagabend von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner. In seiner Rede betonte Mitterlehner die Bedeutung des Kunsthistorischen Museums als außeruniversitäre Forschungseinrichtung sowie auch für die Wirtschaft, und hier insbesondere den Städtetourismus. "Damit ist Wien um eine großartige Attraktion reicher. Die fantastischen, expressiven Darstellungen sind inspirierend und regen zum Nachdenken an", sagte Mitterlehner. "Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur fördert unsere Inspiration und Kreativität und ist damit ein wichtiger Impulsgeber für die Innovationsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft", so Mitterlehner. Zudem bringe die neue Ausstellung auch die völkerverbindende Funktion der Kunst gut zum Ausdruck.

Guido Messling, Kurator der Ausstellung, wies in seinen einführenden Worten darauf hin, dass der (als umstritten geltende) Begriff der "Donauschule" im Zusammenhang mit der Ausstellung eigentlich zu eng gefasst sei: "Wir wollen zeigen, dass es vergleichbare Stilausprägungen auch über den bayerisch-österreichischen Donauraum hinaus gab." Die Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Städel Museum und der Liebighaus Skulpturensammlung sowie dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig konzipiert wurde, bezieht daher auch vergleichbare expressive Werke aus anderen Regionen Mitteleuropas mit ein.

Generaldirektorin Sabine Haag freute sich, zur Eröffnung über 1000 Gäste begrüßen zu können, darunter viele prominente Vertreter aus Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, u.a. den Direktor des Frankfurter Städel Museums Max Hollein, Gräfin Elenka Batthyany, Univ. Professor Theo Öhlinger, Finanzvorstand des Verbunds Peter Kollmann, Volksanwältin Gertrude Brinek sowie zahlreiche Exzellenzen und Vertreter des diplomatischen Corps, darunter der deutsche Botschafter Detlev Rünger.

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