- 18.03.2015, 12:47:58
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Erste Ergebnisse des Projekts „Wintergemüsevielfalt“ präsentiert
LR Bohuslav: „Kombination alter Traditionen mit moderner Technologie“
Utl.: LR Bohuslav: „Kombination alter Traditionen mit moderner
Technologie“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Winter erwartet die Konsumentinnen und
Konsumenten in unseren Breiten ein sehr eingeschränktes Angebot an
regionalen Gemüsesorten. Zusätzlich wird Gemüse im Winter meist sehr
energieintensiv produziert. Dass es auch anders geht, zeigt das
Projekt "Wintergemüsevielfalt", das 2013 als "beste Kooperationsidee"
mit dem Clusterland Award ausgezeichnet und bei dem seither viel an
Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet wurde. Erste Ergebnisse
wurden heute, Mittwoch, im Rahmen einer Pressekonferenz von
Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Rudi Vierbauch, dem
Obmann von Bio Austria, und Gerhard Zoubek vom Biohof Adamah in
Glinzendorf präsentiert.
Der Lebensmittelsektor sei sowohl wirtschaftspolitisch als auch
gesellschaftspolitisch sehr wichtig, so Landesrätin Bohuslav. 1.750
Betriebe mit 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seien in diesem
Bereich tätig. Darüber hinaus gebe es insgesamt 42.500
landwirtschaftliche Betriebe. Das zeige die "gesamte Bedeutung"
dieses Sektors. Ziel sei es, "die Innovationskraft zu fördern", so
Bohuslav. Durch die Cluster habe man in Niederösterreich eine
"Vernetzung von Betrieben und Forschungseinrichtungen" geschaffen.
"Der Lebensmittel-Cluster ist eine Serviceeinrichtung und der Motor
für innovative Projekte", so Bohuslav. Schwerpunkte seien vor allem
"qualitativ hochwertige und sichere Produkte zu schaffen" und "neue
Lebensmitteltechnologien zu entwickeln". Das sei auch "ein wichtiger
Bestandteil der Wirtschaftsstrategie 2020".
Das Projekt "Wintergemüsevielfalt" sei ein Best-Practice-Beispiel für
die Kategorie "Forschung, Entwicklung und Marktumsetzung". Es gehe
darum, "alte Kulturweisen wiederzuentdecken" und um eine "Kombination
alter Traditionen mit moderner Technologie", so Bohuslav.
"Biologische Produktionen, Regionalität und Nachhaltigkeit gewinnen
für die Kunden immer mehr an Bedeutung. Sie wollen wissen: Wo kommen
unsere Lebensmittel her und wie werden sie produziert", so die
Landesrätin. Die Menschen seien sehr sensibel geworden, was die
Geschichte der Lebensmittel betreffe und seien auch gerne bereit,
mehr für regionale und nachhaltige Lebensmittel zu bezahlen, so
Bohuslav.
In den Wintermonaten gebe es bei uns nicht sehr viel Frischgemüse,
der ökologische Fußabdruck sei in dieser Zeit nicht optimal, so
Vierbauch, Obmann von Bio Austria. Während früher noch 3.000
Getreidesorten angebaut worden seien, seien es heute nur mehr 300. Es
sei zu einer "Einengung der Sortenvielfalt" gekommen. Durch
schwierige Umstände in den Wintermonaten, greife man wieder auf
Sorten zurück, "die unter normalen Umständen nicht gebraucht werden",
so Vierbauch. Das Projekt "Wintergemüsevielfalt" zeige, dass es auch
in Österreich möglich ist, eine Vielfalt an Salaten, Spinat, Zwiebel,
Radieschen und Kräutern ohne Heizung zu erzeugen und so die
Anbausaison der Betriebe zu verlängern.
Träger des Projekts "Wintergemüsevielfalt" ist die Bio Austria.
Kooperationspartner sind der Lebensmittel-Cluster Niederösterreich,
sieben Bio Austria Betriebe mit Praxisversuchen - Biohof Adamah in
Glinzendorf (NÖ), Biohof Achleitner in Eferding (OÖ), Ökohof
Feldinger in Salzburg Biohof Haitzmann in Salzburg, Biofuchs Jaklhof
in der Steiermark, Natur Fair in Kärnten sowie Monika und Walter
Stockenhuber in Oberösterreich - die Höhere Bundeslehr- und
Forschungsanstalt für Gartenbau - Schönbrunn, FiBL Österreich, die
Universität für Bodenkultur in Wien, die Gartenbauschule Langenlois
und die Versuchsstation für Spezialkulturen Wies. Es gehe um
"Ressourceneffizienz in der Erzeugung" und "Chancen für
Direktvermarkter", so Vierbauch. "Die Zusammensetzung aus Praxis,
Wissenschaft, Bildung und Beratung" sei sehr wichtig bei dem Projekt
und funktioniere gut, daher wolle man auch ein Nachfolgeprojekt
einreichen, so Vierbauch.
Zoubek vom Biohof Adamah betonte, dass es wichtig sei, dem Kunden
Ehrlichkeit vorzuleben und "die Wichtigkeit der Lebensmittel in den
Vordergrund" zu stellen, da die Geringschätzung dieser Überhand
gewinne. 5.500 Biokistl werden pro Woche an die Haushalte geliefert
und sehr gut angenommen, so Zoubek. Mit dem Projekt
"Wintergemüsevielfalt" wolle man "kreative und einfache Produkte im
Winter schaffen".
Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Mag. Doris Mayer, Telefon
02742/9005-12322, e-mail d.mayer@noel.gv.at, ecoplus, Michaela
Horsky, Telefon 02742/9000-19660, e-mail m.horsky@ecoplus.at, Bio
Austria, Büro Wien, Telefon 0732/403 70 850-456, e-mail
sekretariat@bio-austria.at, Biohof Adamah, Gerhard Zoubek, Telefon
02248/2224 13, e-mail gerhard.zoubek@adamah.at, www.ecoplus.at,
www.bio-austria.at, www.adamah.at.
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