- 18.03.2015, 10:29:07
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HC Strache zu Wohnungsvergaben: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral
Nächster Skandal um günstige Personalwohnung aufgedeckt
Utl.: Nächster Skandal um günstige Personalwohnung aufgedeckt =
Wien (OTS/fpd) - Ein roter Wohnungsskandal jagt den nächsten in Wien.
Diesmal steht der technische Direktor des AKHs Siegfried Gierlinger
im Brennpunkt. Auch er soll eine Wohnung im Schwesternwohnturm in
Ottakring bezogen haben - als Nebenwohnsitz! "Anscheinend ist es
gerade schwer in Mode, dass Top-Manager aus dem medizinischen Bereich
mit einem entsprechenden Gehalt Wohnungen bekommen, die eigentlich
Schwestern, Pflegern und Therapeuten zur Verfügung stehen sollten,
die nur einen Bruchteil der Managergagen verdienen. Das ist eine
skandalöse Praxis, die umgehend aufhören muss", fordert FPÖ- Bundes-
und Landesparteiobmann Heinz-Christian Strache. "Dass sich Gierlinger
nicht geniert, bei seinem kolportierten Salär von 200.000 Euro pro
Jahr eine Garconnière um gerade einmal 96 Euro pro Monat zu nutzen,
schlägt dem Fass endgültig den Boden aus", so Strache.
Sowohl AKH-Chef Wetzlinger, Gierlingers direkter Vorgesetzter, als
auch Gierlinger selbst sehen keinen Grund, warum dieser die Wohnung
aufgeben sollte. Schließlich, so der Tenor der feinen Herrschaften,
hätte der Rechnungshof die Nutzung der Wohnung durch den technischen
Direktor des AKHs nicht beanstandet. "Hier wird frei nach Bertolt
Brechts Motto 'Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral'
gehandelt. Dass die zuständige SPÖ-Gesundheitsstadträtin Wehsely
dabei auch noch kommentarlos zusieht, ist leider bezeichnend für die
Zustände in Wien ", kritisiert Strache die Freunderlwirtschaft unter
den Genossen. (Schluss)
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