Luftverkehr kritisiert Steueranhebung: Belastungsgrenze der Branche überschritten

WKÖ-Berufsgruppensprecher Domany: Inlandsflüge werden verteuert – Flughäfen in den Bundesländern wirtschaftlich geschädigt

Wien (OTS) - Die Berufsgruppe Luftfahrt in der Wirtschaftskammer Österreich kritisiert scharf, dass die Steuerreform auch eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 10% auf 13% bei Inlandsflügen vorsieht, wie jetzt bekannt wurde.

Christian Domany, Obmann der Berufsgruppe: "Im Zuge der Steuerreform-Verhandlungen wurde betont, dass der Personenverkehr von Steuererhöhungen ausgenommen werden soll. Und nun wird auf einmal dem Luftverkehr, der doch Teil des Personenverkehrs ist, eine höhere Besteuerung aufgebürdet. Eine solche unterschiedliche Behandlung der Verkehrsträger ist eine eindeutige Wettbewerbsverzerrung und als solche inakzeptabel".

Das Anziehen der Steuerschraube widerspreche dem Bekenntnis der Bundesregierung zum Verkehrs- beziehungsweise Luftverkehrsstandort Österreich und gefährde Wachstum und Arbeitsplätze, so Domany.

Durch die höhere Steuer würden Inlandsflüge noch teurer, der Luftverkehrsstandort werde geschädigt, weil Flüge über nicht-österreichische Drehkreuze somit attraktiver werden. Die Verteuerung schädigt auch die schon jetzt durch die Ticketsteuer unter Druck geratenen Bundesländerflughäfen.

Die österreichische Luftverkehrswirtschaft sichert mehr als 78.000 Arbeitsplätze und trägt rund 1,8% zum BIP Österreichs bei. "Die Branche hat schon jetzt schwer an den Lasten der Flugabgabe zu tragen, nun ist unsere Belastungsgrenze überschritten", kritisiert der Branchensprecher. ( PWK198/PM)

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