Eigentums-Wohnungsmarkt 2014 auf Rekordniveau

RE/MAX: Umfassender Gesamtüberblick über den Wohnungsmarkt - Ein Drittel mehr Wohnungsverkäufe als 2013

Amstetten (OTS) - Fotos und Grafiken auf
http://presseportal.reichlundpartner.com/RE-MAX

Schlagzeilen

  • 38.544 Wohnungs-Verbücherungen sind +35,3% zu 2013
  • Enorme Steigerungen der Wohnungs-Verkaufszahlen in der Steiermark
  • Teuerster Bezirk außerhalb Wiens bei Wohnungen nicht mehr Kitzbühel
  • Tirol vor Wien und Vorarlberg teuerstes Wohnungs-Bundesland
  • Wohnungsgrößen gehen deutlich zurück
  • teuerste verkaufte Wohnung Österreichs in 1070 Wien

Inhalt

  • Vergangenheit: RE/MAX ImmoSpiegel mit Grundbuchsdaten aus 2014 mit Anzahl und Wert der verkauften Wohnungen, Preisen pro Wohnung und pro Quadratmeter
  • Gegenwart: RE/MAX Web-Radar mit Internet-Gesamtüberblick
  • Zukunft: RE/MAX Future-Index, die Experten-Prognose bis 2015

Der Wohnungsmarkt in Österreich lieferte 2014 ein Rekordjahr: 38.544 Wohnungen wurden im Österreichischen Grundbuch verbüchert. Das sind um +35,3% mehr als 2013 und sogar um +22,7% mehr als im bisherigen Rekordjahr 2012.

Der Wert der gehandelten Wohnungen stieg dabei auf 7,45 Mrd. Euro. Das sind um +41,5% mehr als im Jahr 2013 und um +39,5% mehr als 2012. Dies berichtet RE/MAX, Österreichs größtes Immobilien-Experten-Netzwerk, im RE/MAX ImmoSpiegel für das Gesamtjahr 2014. Diese Statistik-Daten beruhen auf der Kaufvertrags-Sammlung von IMMOunited - Roland Schmid und beinhalten alle in ganz Österreich verkauften und verbücherten Eigentumswohnungen.

"Der Markt für Eigentumswohnungen in Österreich bewegte sich 2014 wie noch nie! In jedem Bundesland zweistellige Zuwachsraten bei den Verkäufen, das ist ein sensationelles Ergebnis. Damit ist die von uns prognostizierte Angebotsvergrößerung bei Wohnungen auch eingetroffen und hat in weiten Teilen des Landes zu einer weiteren Abschwächung der Preiskurve geführt", erläutert der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

Jede 4. Wohnung kostet unter 95.000,- Euro.

Die Auswertung der Kaufverträge zeigt, dass im ersten Halbjahr 2014 ein Viertel aller Wohnungen in Österreich weniger als 95.000,- Euro kostete. Die teuersten 25% aller verkauften Wohnungen belaufen sich auf mindestens 237.497,- Euro, dies ist ein Preisrückgang von 1.500,-Euro zum ersten Halbjahr 2014. Typischerweise kostete 2014 eine Wohnung in Österreich 170.027,- Euro und damit um +5,8% mehr als 2013.

Wohnungen werden kleiner.

Ein weiteres Phänomen ist die Tatsache, dass die Wohnungen statistisch gesehen in allen Bundesländern kleiner werden, nämlich um -8,8% im Bundesschnitt. Während eine 2012 verkaufte Wohnung noch 76m2 groß war und eine 2013 verkaufte 74m2, hatte die statistisch verkaufte Durchschnittswohnung 2014 nur mehr 68m2. "Natürlich werden die einzelnen Wohnungen nicht kleiner. Auch die Größe der bewohnten Wohnungen nimmt nicht in dem angezeigten Umfang ab. Aber wenn die Zahl der Personen pro Haushalt ständig sinkt und alleine die Anzahl der Einpersonenhaushalte in den letzten 10 Jahren um 25% gestiegen ist, dann sinkt zwangsläufig auch die durchschnittliche Wohnungsgröße", so der Managing-Director von RE/MAX Austria, Mag. Anton Nenning.

WOHNUNGSPREISE in Österreich

Wien:

In der Bundeshauptstadt wurde die Hälfte aller 2014 verbücherten Wohnungen mit Quadratmeterpreisen zwischen Euro 2.465,-/m2 und Euro 4.200,-/m2 gehandelt. Das billigste Viertel aller Wohnungen kostete pro Quadratmeter weniger als Euro 2.465,-/m2, das teuerste Viertel mehr als 4.200,- Euro. Im Schnitt kostete ein einzelner Wiener Wohnungsquadratmeter 3.364,- Euro und damit um +8,7% mehr als ein Jahr zuvor.

Umgelegt auf die Wohnungen heißt das: 201.593,- Euro pro typische Wohnung in Wien und damit nur um +1,2% mehr als 2013. Die Preis-Bandbreite ist groß, denn die Hälfte aller Wohnungen kostete zwischen 108.000,- und 280.000,- Euro. Jeweils ein Viertel kostete weniger und ein Viertel mehr.

Steigende und fallende Quadratmeter-Preise

Die typischen Quadratmeterpreise liegen wie erwartet am höchsten in Wien 1, nämlich bei 7.479,- Euro. Aber immerhin: Jeder 4. Wohnungs-Quadratmeter kostete im ersten Wiener Gemeindebezirk trotzdem noch mehr als 9.820,- Euro.

Auf den Rängen 2 bis 5 der teuersten Wiener Wohnbezirke folgen -gerechnet nach dem Quadratmeterpreis - Döbling (19.), die Josefstadt (8.), Neubau (7.) und Alsergrund (9.).

Simmering (11.) führt mit 2.087,- Euro am günstigeren Ende der Quadratmeterpreis-Skala, gefolgt von Favoriten (10.) mit 2.373,- Euro und Rudolfsheim-Fünfhaus (15.) mit 2.382,- Euro.

Erstmalig seit längerer Zeit sind in mehreren Wiener Bezirken im Ganzjahresvergleich die Quadratmeterpreise gefallen, nämlich in Wien 1, im 15., im 3., im 18. und im 22. Bezirk.

In den anderen Bezirken sind die Quadratmeterpreise gestiegen, am stärksten in Favoriten, im Alsergrund, der Josefstadt und in Hernals.

Die Wohnungspreise

Der durchschnittliche Preis für eine Wohnung im ersten Bezirk lag bei 652.188,- Euro und bei 118.254,- Euro in Favoriten. In 12 Bezirken liegen die Preise der gehandelten Wohnungen unter dem Vorjahr, in 11 darüber. Am meisten haben die Wohnungspreise in der Inneren Stadt (1.) nachgegeben, gefolgt von Rudolfsheim-Fünfhaus (15.), Simmering (11.), Margareten (5.) und Mariahilf (6.), allesamt im zweistelligen Minus-Prozente-Bereich.
Deutlich zugelegt haben die durchschnittlichen Wohnungspreise hingegen in Floridsdorf (21.), Liesing (23.), Wieden (4.), Döbling (19.) und Hietzing (13.)

Die teuerste 2014 verkaufte Wohnung in Österreich war laut Grundbuch eine Dachgeschosswohnung in der Wiener Museumsstraße (7.) um 8.125.000,- Euro. Auf Platz zwei folgt eine Wohnung in der Schmidgasse (8.) um 6,8 Mio. Euro und auf Rang 3 eine Wohnung im Dachgeschoß am Schottenring um 6,2 Mio. Euro.

Die drei teuersten Wohnungen außerhalb von Wien finden sich allesamt in Tirol: Eine um 5,5 Mio. Euro in Kitzbühel und zwei Wohnungen in Innsbruck in der Höttinger Au um 5,0 Mio. Euro bzw. 4,8 Mio. Euro.

Innsbruck die teuerste Landeshauptstadt

Die Preise der Wohnungen in den Landeshauptstädten im Vergleich:

Innsbruck 216.303,- Euro
Salzburg 206.762,- Euro
Bregenz inkl. Bezirk 201.641,- Euro
Wien 201.593,- Euro
Linz 188.287,- Euro
Klagenfurt 148.306,- Euro
Graz 136.957,- Euro
Eisenstadt + Umgeb. 93.597,- Euro
St. Pölten 83.917,- Euro

Die teuersten Wohn-Bezirke außerhalb von Wien liegen in Tirol und Salzburg:

Im Bezirk Landeck kostete eine Wohnung im Schnitt 277.438,- Euro und im Bezirk Kitzbühel 273.120,- Euro, danach folgte Zell am See mit 208.641,- Euro, Hallein mit 205.161,- Euro und dann noch der teuerste Fleck im Ländle: Eine Wohnung im Bezirk Feldkirch schlägt sich mit 205.023,- Euro zu Buche.

BUNDESLÄNDER:

STEIERMARK explodiert

Der mengenmäßig zweitwichtigste Wohnungsmarkt hinter Wien war 2014 die Steiermark. Mit 5.600 Verkäufen, um +54,8% mehr als 2013, explodierte quasi der steirische Wohnungs-markt.

Der Gesamtverkaufswert kletterte 2014 auf 723,8 Mio. Euro und liegt damit um zwei Drittel über dem Niveau von 2013 und immer noch um die Hälfte über 2012. Kein anderes Bundesland verzeichnete derartige Höhenflüge am Wohnungsmarkt.

In Graz und Graz-Umgebung gab es mit +4,6% bzw. +2,7% moderate Preisanstiege. Mehr als die Hälfte aller steirischen Wohnungskäufe passierten in der Landeshauptstadt, zusammen mit Graz-Umgebung waren es 2014 sogar exakt zwei Drittel.

In der Stadt Graz kostete eine typische Wohnung 136.957,- Euro, also nur 68% des Wertes einer vergleichbaren Wohnung in Wien. Die Preis-Bandbreite in Graz: Eine Viertel aller Wohnungen lag preislich unter 89.490,- Euro, ein weiteres Viertel über 176.791,- Euro und die anderen 2 Viertel genau dazwischen.

Die durchschnittliche in Graz gekaufte Wohnung war 59m2 groß und somit um -10% kleiner als in Wien. Aber trotzdem: Die Quadratmeterpreise in Graz liegen um ein Tausend Euro unter jenen von Wien.

Den steirischen Jahrespreisvergleich in die Höhe getrieben haben die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Liezen und Leibnitz. Aktuell kostet eine Wohnung in Graz-Umgebung 138.304,- Euro, im Bezirk Leibnitz 117.044,-Euro, im Bezirk Liezen 110.751,- Euro und im Bezirk Weiz 109.012 Euro.

TIROL dem Wert nach bei Wohnungskäufen das stärkste Bundesland nach Wien

Tirol ist im Wohnungs-Ranking nach Stück die Nummer drei und hat im 2. Halbjahr 2014 noch die viel größeren Bundesländer Nieder- und Oberösterreich überholt. 4.396 verkaufte Eigentumswohnungen bedeuten um +30,3% mehr als im Jahr zuvor, wobei beinahe die gesamte Steigerung im 2. Halbjahr 2014 erfolgte!

Mit einem Gesamtwert von 1,02 Mrd. Euro ist Tirol nach Wien der zweitwichtigste Wohnungsmarkt. Der Wert kommt aus einer Steigerung von +48,5% zu 2013.

Alle Bezirke haben mengenmäßig zweistellig zugelegt, mit einer einzigen Ausnahme, nämlich Kufstein (-1,4%).

Die meisten Wohnungskäufe fanden mit 1.482 Transaktionen in Innsbruck statt, gefolgt vom Bezirk Innsbruck-Land mit 1.031. Damit waren mehr als die Hälfte aller Tiroler Wohnungsbewegungen auf engstem Raum zu finden. Die Bezirke Kitzbühel und Kufstein kommen noch auf 545 und 501 Wohnungskäufe, die anderen Bezirke bleiben deutlich darunter. Die Wohnungspreise haben in Tirol im Schnitt spürbar angezogen. Die Preisentwicklung in den wichtigsten 4 Bezirken: Innsbruck Stadt +10,4%, Innsbruck Land +8,7%, Kitzbühel +6,1% und Kufstein +11,6%. Im Bezirk Lienz war ein Rückgang von -4,4% zu verzeichnen.

In absoluten Zahlen heißt das: Eine typische Wohnung kostet in Innsbruck 216.303,- Euro in Innsbruck-Land 200.838,- Euro, im Bezirk Kitzbühel 273.120,- Euro und im Bezirk Kufstein 170.271,- Euro.

Das teuerste Eck in Tirol und überhaupt der teuerste Wohnungsbezirk außerhalb von Wien ist Landeck mit einem durchschnittlichen Wohnungspreis von 277.438,- Euro.

NIEDERÖSTERREICH: unter dem Bundesschnitt, aber heiß rund um Wien

Niederösterreich folgt mit 4.259 Eigentumswohnungs-Verbücherungen 2014 auf dem 4. Platz in der Bundesländer-Liste. Der Transaktionswert betrug dabei 623,9 Mio. Euro. Die Steigerungen zu 2013 liegen weit unter dem Bundesschnitt: zahlenmäßig +20,4% und wertmäßig +27,2%.

Der Durchschnittspreis einer "gelb-blauen" Wohnung lag 2014 bei 134.870,- Euro. Die Preis-Bandbreite jedoch enorm: 39.480,- Euro im Bezirk Gmünd und 191.082,- Euro in Wien-Umgebung (Klosterneuburg, Purkersdorf, Schwechat) oder 175.533,- Euro in Mödling und 162.078,-Euro in Korneuburg.

Auch die Preisentwicklungen sind sehr unterschiedlich: Während beispielsweise Hollabrunn und Tulln deutlich zulegten, zeigten Gmünd und überraschenderweise auch Wr. Neustadt (Stadt und Land) erhebliche Preistendenzen nach unten.

Klare Muster aus den Preisverschiebungen sind aber nicht zu erkennen:
Baden, vor den Toren von Wien: -5,1%, St. Pölten -2% und St. Pölten Land -5,4%.

Die wichtigsten Wohnungsbezirke und ihre typischen Preise:
Mödling führt die Mengenstatistik mit 796 Wohnungen an und verzeichnet nur +1,0% Preisanstieg. Baden folgt mit 591 Wohnungen um durchschnittlich 158.491,- Euro. Wien-Umgebung ist mit 506 Wohnungen um je 191.082,- der teuerste Wohnungsbezirk Niederösterreichs. Wiener Neustadt folgt mengenmäßig mit 299 verkauften Wohnungen um statistische 95.604,- Euro.
Entwicklungsmäßig besonders interessant sind die Bezirke Horn und Neunkirchen. Dort gibt es einerseits ein niedriges Wohnungs-Preisniveau und andererseits eine Preissteigerung von rund +20%.

OBERÖSTERREICH Gesamt-Wertsteigerung bei Wohnungen knapp die Nr. 2

Oberösterreich liegt mit 4.128 verkauften Eigentumswohnungen auf Platz 5 im Bundesländer-Ranking. Der Gegenwert dieser Wohneinheiten betrug 694,4 Mio. Euro. 2014 wurden somit +40,7% mehr Wohnungen als im Vorjahr verbüchert. Der Gesamtwert liegt sogar um +66,9% über 2013.

Der typische Wohnungskauf in Oberösterreich brachte dem Verkäufer 154.500,- Euro für seine im Schnitt 71m2-Bleibe.

Die meisten Wohnungen wurden 2014 in Linz verkauft, nämlich 1.259. Das ist eine Steigerung von +65,4%. Der typische Preis lag in Linz bei 188.287,- Euro, die typische Größe bei 70m2.

Der zweitwichtigste Wohnungsbezirk in Oberösterreich ist Gmunden mit 526 Wohnungskäufen. Dort investierten die Käufer im Schnitt 142.515,-Euro für ihre Wohnungen, um +14,8% mehr als noch 2013.

Wels-Stadt und -Land bewegten zusammen 376 Wohnungen, ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Der Preis lag im Schnitt bei 147.405,- Euro. Knapp dahinter folgt der Bezirk Vöcklabruck mit 365 Wohnungsverkäufen zu einem Preis von 167.321,- Euro und Linz-Land mit 345 Wohnungen um 145.865,- Euro.

70% aller oberösterreichischen Wohnungstransaktionen fanden in diesen 5 Bezirken statt.

SALZBURG im Preis moderat, in der Menge durchaus aggressiv

Im Land Salzburg war 2013 der Wohnungsmarkt im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht eingebrochen, sondern schwach gestiegen. Dieser Aufschwung verstärkte sich 2014, wenngleich auf einem Niveau unter dem Bundesschnitt: +31,1% mehr verkaufte Wohnungen als 2013 und +37,0% mehr Gesamthandelswert. In absoluten Zahlen bedeutete das 3.773 Verbücherungen im Jahr 2014 mit einem Verkaufswert von in Summe 825,3 Mio. Euro.

Mit 40% aller Wohnungsverkäufe dominierte die Landeshauptstadt natürlich das Geschehen im Bundesland: 1.513 aller Salzburger Wohnungsverkäufe erfolgten 2014 in der Festungsstadt. Der Preis in der Stadt lag bei 206.762,- Euro und damit nur um +3,3% höher als im Vorjahr. Wenn man auf die Vergangenheit blickt, ein beachtenswert geringer Anstieg.
Der Flachgau folgt mit 785 Wohnungs-Transaktionen und steht für gut 20% der verkauften Wohnungen im Bundesland, der Durchschnittspreis:
190.677,- Euro (+3,0%).

Mengenmäßig knapp dahinter folgt der Pinzgau mit 710 Wohneinheiten. Der typische Wohnungspreis in und um Zell am See lag bei 208.641,-Euro und damit um +2,2% über dem Vorjahr. Die höchsten Preissteigerungen verzeichnete der Pongau mit +7,8%. Damit erreichte eine Wohnung im Großraum St. Johann einen Durchschnittspreis von 169.486,- Euro.

VORARLBERG ausgeglichen in den Bezirken

Vorarlberg rettete den Halbjahresvorsprung von 7 Wohnungskäufen für den 7. Platz im Bundesländer-Ranking vor Kärnten gerade noch ins Ziel. Am Jahresende entschieden 4 Wohneinheiten zugunsten von Vorarlbergs Rang 7.
2.355 Wohnungen um 498,6 Mio. Euro wurden von Jänner bis Dezember 2014 im Ländle verbüchert. Das sind +24,5% mehr Wohnungen und um +32,3% mehr Geldwert als ein Jahr zuvor.

Der Bundeslandwert für Wohnungspreise in Vorarlberg überschritt 2014 erstmals die Zweihunderttausender-Grenze und betrug am Jahresende aufgrund einer 7,2%igen Steigerung im Schnitt 201.461,- Euro.

Bemerkenswert auch, dass die Wohnungsgrößen überall gesunken sind. Die Durchschnitts-Wohnungspreise in den Vorarlberger Bezirken sind zwar etwas auseinander gedriftet, aber trotzdem so knapp beisammen wie in keinem anderen Bundesland: nur 4,9% Preisunterschied zwischen Bludenz mit 195.034,- Euro und 205.023,- Euro in Feldkirch, dem billigsten und dem teuersten Wohnungsbezirk.

Die meisten Wohnungen wurden in Bregenz verkauft: 830 um jeweils 201.641,- Euro.

Zweitstärkster Bezirk war Feldkirch mit 651 Wohnungen. Gerade noch auf dem Podest landete Dornbirn mit 566 Wohneinheiten um statistische 200.655,- Euro.

KÄRNTEN auf der Hochschaubahn

Kärnten reagiert auf Konjunktureinflüsse traditionsgemäß sehr stark bei den Immobilienverkäufen. 2014 legte Kärnten mit 2.351 verbücherten Wohneinheiten um 386,8 Mio. Euro wert- und zahlenmäßig im Vergleich zu 2013 um über +50% zu.

Die Wohnungspreise liegen im Mittel bei 151.544,- Euro und damit um +8,7% über dem Niveau von 2013.

Fünf Sechstel aller in Kärnten registrierten Wohnungsverkäufe fanden in und um Klagenfurt, in und um Villach und in Spittal/Drau statt, davon alleine die Hälfte in der Landeshauptstadt.

Die Wohnungspreise liegen in Klagenfurt bei 148.306,- Euro, im Umland bei 203.198,- Euro.

Villach Stadt und Land verzeichneten 160.299,- Euro als Durchschnittspreis, ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. Im Bezirk Spittal dagegen sank der typische Wohnungspreis um -4,1% auf 159.458,- Euro.

BURGENLAND hat die meiste Sonne, aber den geringster Mengenzuwachs bei Wohnungskäufen

Das Burgenland beendet 2014 mit 302 verkauften Wohnungen um 26,7 Millionen Euro die Bundesländerliste. Das bedeutet +13,1% mehr verkaufte Wohnungen und die geringste Steigerungsrate unter allen Bundesländern und +30,1% mehr nach dem Verkaufswert.

Jeder zweite burgenländische Wohnungskauf fand in den Bezirken Eisenstadt (Stadt und Umgebung) und Mattersburg statt.

In Eisenstadt und Eisenstadt-Umgebung kostete eine Wohnung typischerweise 93.597,- Euro, im Bezirk Mattersburg 56.853,- Euro und im Bezirk Neusiedl 102.252,- Euro. Der Landesschnitt lag bei 78.453,-Euro und damit um +8,7% über dem Vorjahr.

AKTUELLES WOHNUNGSANGEBOT AUS DEM INTERNET

Ein interessanter kurzfristiger Zukunfts-Indikator ist das Immobilien-Angebot im Internet: Nicht so sehr die geforderten Preise an sich, sondern die Anzahl der Angebote und die Veränderung der dafür geforderten Preise im Zeitverlauf.

RE/MAX analysiert im RE/MAX Web-Radar nicht nur das Angebot einer einzigen Immobilienplattform, sondern das komplette Angebot im Internet. Die Grunddaten dazu kommen von Imabis - Roland Schmid. Damit wird der im Internet sichtbare Immobilien-Markt nahezu lückenlos erfasst und es werden sowohl die Immobilien, die über Makler, Bauträger oder Genossenschaften angeboten werden als auch die von Privatanbietern, abgebildet.

Das RE/MAX Web Radar zeigt im Jahresvergleich ein leicht rückläufiges Angebot: Aktuell werden 32.852 Eigentumswohnungen in Österreich zum Kauf angeboten, 12.832 davon alleine in Wien. Bei den Mietwohnungen sieht das Angebot ähnlich aus: 31.993 in Österreich, davon 11.849 in Wien. Die Angebotspreise in Österreich sind im Jahresvergleich sowohl für Eigentums- als auch Mietwohnungen weitgehend konstant geblieben.

"Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die aktuelle Angebotssituation verbunden mit der weiterhin guten Nachfrage nach Eigentumswohnungen lassen auch für das Jahr 2015 ein verkaufsstarkes Jahr erwarten. Ob allerdings das Rekordjahr 2014 mit über 38.500 Wohnungsverkäufen in Österreich auch 2015 erreicht werden kann, bleibt abzuwarten", so Reikersdorfer.

EXPERTEN-PROGNOSE: Wohnungen im Zentrum, aber nicht immer um jeden Preis.

Eigentumswohnungen

Für Eigentumswohnungen in zentralen Lagen prognostiziert der RE/MAX Future Index für 2015 +4,5% Nachfrage; ein Angebot, das um +1,1% wächst und einen Preisanstieg von +2,5%.

Das ist eines der Befragungs-Ergebnisse unter den über 500 RE/MAX-Immobilien-Experten im Rahmen der RE/MAX Future Index-Umfrage zum Jahresende 2014.

Bei Eigentumswohnungen außerhalb des Zentrums zeichnet sich folgendes Bild: Am Stadtrand um +0,6% geringfügig mehr Nachfrage, um +1,8% mehr Angebot und um -0,9% günstigere Preise.

In Landgemeinden werden bei beinahe gleichem Angebot (+0,7%) und einer um -3,5% geringeren Nachfrage die Preise um -3,9% nachgeben.

Mietwohnungen Steigerungen bei der Nachfrage erwarten die RE/MAX-Immobilien-Experten bis Ende 2015 bei den Mietwohnungen in zentraler Lage mit einem Nachfrageplus von +6,8%. Das sind um 1,5 Prozentpunkte mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Mit einem leichten Anstieg des Angebots (+1,8%) könnten sich die frei vereinbarten Mieten in diesen zentralen Lagen bis Jahresende noch um +3,1% erhöhen. Bei Mietwohnungen am Stadtrand steigen die Nachfrage um +1,6%, das Angebot um +1,6% und die Preise geringfügig um +0,4%. In Landgemeinden sollen aufgrund der geringeren Nachfrage (-2,5%) die freien Mieten spürbar (um -2,6%) nachgeben.

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