Schultes: "Erstklassige Eier veredeln jedes Produkt"

Kennzeichnungspflicht zeigt den Unterschied

Wien (OTS) - "Österreichs Eier werden unter Einhaltung höchster Tierschutzstandards produziert. Überall dort, wo der Konsument die Wahl hat zu entscheiden, wird er zu heimischen Produkten greifen. In der Gastronomie, öffentlichen Verpflegung und in der Verarbeitung ist keine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft und Haltungsform beim Ei vorgesehen und daher zählt hier nur der Preis. Während europaweit der sogenannte ausgestaltete Käfig am weitesten verbreitet ist, produzieren österreichische Legehennenhalter fast ausschließlich in Boden- und Freilandhaltung. Die für die Lebensmittelkennzeichnung zuständige Gesundheitsministerin ist hier gefordert, auch bei der Herkunftskennzeichnung zu handeln. Denn schließlich hat auch dieses Ministerium die im internationalen Vergleich sehr hohen Anforderungen an die Haltung zu verantworten", betonte der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Hermann Schultes.

Vorreiterrolle der heimischen Legehennenhalter

Seit Anfang 2012 ist in ganz Europa die Käfighaltung verboten. "Österreich hat beim Ausstieg aus der Käfighaltung eine Vorreiterrolle eingenommen und ist drei Jahre vor allen anderen Mitgliedstaaten aus der Käfighaltung ausgestiegen", unterstrich Schultes. In Österreich leben die meisten Legehennen in Bodenhaltung (68,8%), 19,5% in Freilandhaltung, 9,6% in Biobetrieben und im Gegensatz zu anderen EU-Ländern nur 2,1% in ausgestalteten Käfigen. Das sind Hühnerställe mit Scharmöglichkeiten, Legenestern und Sitzstangen.

"Österreichs hoher Anteil an Boden- und Freilandhaltung freut die Konsumenten, mindert aber die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Legehennenbetriebe. Die Eierproduktion ist in den anderen Mitgliedstaaten wesentlich günstiger und in der Verarbeitung und in der Gastronomie zählt beim Ei meist nicht die Haltungsform, sondern vor allem der Preis. Das gilt auch für die Ei-Importe aus Übersee und Asien, wo es für die Hühner keine EU-konformen Standards gibt", so Schultes.

2014 wurden Eier im Wert von rund 15 Mio. Euro (6,2 Mio. t) nach Österreich importiert. Davon waren Eier im Wert von 12,6 Mio. Euro (5,6 Mio. t) aus anderen EU-Mitgliedstaaten und der Rest kam aus Drittstaaten (0,6 Mio. t im Wert von rund 2,4 Mio. Euro).

Laut jüngster Konsumentenbefragung im Auftrag der AMA-Marketing wünschen 83,7% der Befragten eine klare Deklaration von der Herkunft der Eier in verarbeiten Produkten wie etwa Teigwaren. Aber auch in der Gastronomie hat der Großteil der Befragten (64,6%) angegeben, dass es ihnen wichtig ist, zu wissen, woher die Eier in den Speisen kommen. (Quelle: Onlinebefragung marketagent.com/AMA-Marketing, Nov. 2014)

"Weil wir es in Österreich besser machen, sollen die Konsumenten es auch wissen und erkennen. Denn nur dann können sie das Ei aus Österreich auch wertschätzen", unterstreicht Schultes.

Mehr Eier aus Österreich für Verarbeiter & Gastronomie

"Österreichs Landwirte haben in den letzten zehn Jahren mehr als 100 Mio. Euro in tierschutzgerechte Haltungsformen investiert und fordern nun einen fairen Wettbewerb zu gleichen Produktionsbedingungen. Unsere Landwirte sind in der Lage, diesen Bedarf an Eiern für die Industrie und Gastronomie selbst zu decken. Österreichs Lebensmittelhandel, Gastronomie, Hotellerie und Kantinen haben beim Einkauf von Lebensmitteln mit Eianteil eine große Verantwortung und vor allem die Möglichkeit, jederzeit bewusst auf heimische Qualität zu setzen", betonte der LKÖ-Präsident. (Schluss)

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