FP-Lasar: Ärztemangel wird immer massiver

Der Abwanderung der Mediziner ins Ausland muss endlich entgegengewirkt werden

Wien (OTS/FPD) - Nach Auskunft der Ärztekammer arbeiten mittlerweile mehr als 3.300 bei uns ausgebildete Ärzte im Ausland. Die stärkste Abwanderung verzeichnet Österreich in Richtung Deutschland und der Schweiz. Noch vor einiger Zeit hat man in Wien jahrelang auf einen Ausbildungsplatz warten müssen - nun ist genau das Gegenteil der Fall. Es gibt einen Mangel an Turnusärzten in den Wiener KAV-Spitälern, weil die Turnusausbildung in der Bundeshauptstadt nicht mehr attraktiv genug ist. Österreichweit sind mehr als 160 Turnusstellen frei, so Wiens FPÖ-Stadtrat David Lasar.

In der Schweiz verdient ein Facharzt schon in der Ausbildung etwa 8.400 Euro. In Österreich sind es hingegen nur 4.100 Euro - trotz abgeschlossener Ausbildung. Da wundert es nicht, dass viele Ärzte ihre Zukunft in den Nachbarländern sehen. Jungmediziner haben ebendort wesentlich bessere Arbeitsbedingungen als in Wien. Gerade die Turnusärzte sind aber für die Basisversorgung der Patientinnen und Patienten wichtig. Daher müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden, um die Turnusausbildung in Wien wieder attraktiver zu gestalten, so Lasar der weiters meint, dass zu der massiven Ärzteknappheit noch hinzukommt, dass es seit dem Jahr 2003 jene EU-Arbeitszeitrichtlinie für Mediziner gibt, welche besagt, dass in Krankenhäusern höchstens 48 Stunden pro Woche gearbeitet werden darf.

Außerdem, so Lasar, bräuchte Wien mindestens 300 niedergelassene Ärzte mit Kassenverträgen mehr, um die ständig überfüllten Ambulanzen zu entlasten. Dienstzeiten-Chaos und mangelnde Patientenversorgung sind ein Zeichen für die total gescheiterte SPÖ-Gesundheitspolitik in dieser Stadt. "Es wird Zeit, dass Wien neu wählt und diesem Treiben endlich ein Ende setzt", schließt Lasar. (Schluss)paw

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