VSStÖ: Wo bleiben die ganzen Stipendien?

Reform des Beihilfensystems dringend notwendig

Wien (OTS) - Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Anzahl der Stipendienbezieher_innen unter den Studierenden immer geringer wird. Martha Eckl und Andreas Kastner haben in einem akuellen Blogbeitrag die Zahlen aus dem Universitätsbericht 2014 gemeinsam mit Berechnungen der Arbeiterkammer zusammengefasst. Das Ergebnis ist schockierend und zeigt dass sich die Prognosen des Verband Sozialistischer Student_innen, der auch seit Jahren mit konkreten Konzepten eine Reformierung der Beihilfen fordert, leider bewahrheiten. Mehr dazu auf http://bund.vsstoe.at/beihilfe/

Die sinkende Zahl der Beihilfenbezieher_innen liegt nicht daran, dass es weniger Studierende mit finanziellen Problemen gibt. "Viele Studierende leben unter der Armutsgrenze und erhalten so gar keine Beihilfen", stellt Rasha Abd El Mawgoud, Vorsitzende des Verband Sozialistischer Student_innen fest.

Ausschlaggebend für dieses beunruhigende Entwicklung im Beihilfensystem ist die fehlende Anpassung der Berechnungs- und Bezugskriterien. Die letzte nennenswerte Stipendienerhöhung wurde 2007 vollzogen, jedoch weit unter der Inflationsrate. "Beihilfenbezieher_innen bekommen oft zu wenig, um die anfallenden Lebenskosten abzudecken. Der Höchstbetrag liegt mit 679 Euro weit unter der Mindestsicherung und reicht nicht zum Leben aus", so Abd El Mawgoud weiter.

"Gerade Studierende aus Arbeiter_innenfamilien sind auf ein gut ausgebautes, gerechtes Stipendiensystem angewiesen. Eine Reform des Stipendiensystems ist dringend notwendig - im Sinne von mehr Bildungsgerechtigkeit", so Abd El Mawgoud abschließend. Vorschläge gebe es hierfür genug, wie etwa die Abschaffung der unnötigen Altersgrenzen für den Bezug und eine echte, wirkungsvolle Anhebung der Beihilfenhöhe.

Rückfragen & Kontakt:

Verband Sozialistischer Student_innen
Katharina Krischke
Pressesprecherin
Tel.: +43 676 385 8813
katharina.krischke@vsstoe.at
http://www.vsstoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0001