Wiener Sonntagsallianz: Songcontest darf nicht als Argument für die Aufweichung der Sonntagsregelung dienen

Neu gewählte SprecherInnen werden noch stärker und lauter für den freien Sontag eintreten

Wien (OTS) - Die Wiener Allianz für den freien Sonntag spricht sich klar dagegen aus, dass die Regelungen zur Sonntagsöffnung für den Songcontest aufgeweicht werden. Der immer wiederkehrende Verweis auf die Sozialpartnereinigung während der Europameisterschaft 2008 ist irreführend: Die drittgrößte Sportveranstaltung der Welt mit einer Dauer von mehreren Wochen mit einem Event von wenigen Stunden und 17.000 TeilnehmerInnen in der Stadthalle zu vergleichen, ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Glauben die Wiener PolitikerInnen tatsächlich, dass die Menschen nach den After-Show Parties bis in die Morgenstunden des 24. Mai noch einkaufen gehen werden? Etwa ein Bett, in das sie sich legen, um sich vom Event zu erholen? Es ist somit keine Frage, ob wir es uns leisten können, dass Geschäfte am Sonntag nach dem Songcontests nicht öffnen, sondern eine Frage der Wertigkeit gemeinsamer freier Zeit", stellen die SprecherInnen der Wiener Sonntagsallianz klar.

Neue SprecherInnen führen Arbeit der Wiener Sonntagsallianz mit neuem Elan fort

In der gestrigen Sitzung wurden Mag. Gertraud Wiesinger, Mitarbeiterin der GPA-djp und Philipp Kuhlmann, Betriebsratsvorsitzender eines Handelsbetriebs sowie Vorsitzender der katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung der Erzdiözese Wien zu den neuen SprecherInnen für die Wiener Allianz für den freien Sonntag gewählt. Sie werden die Anliegen der Allianz im bisherigen Sinn weiter führen und sich besonders für die ArbeitnehmerInnen in Handelsbetrieben sowie andere Betroffene, wie etwa AnrainerInnen stark machen. "Momentan stehen wir vor einer gesellschaftlichen Ausrichtung, die die Sonntagsöffnung nicht mehr durch die Hintertüre einführen will, sondern vehement für eine Aufweichung der Regelungen eintritt. Das werden wir im Sinne aller Betroffenen bekämpfen", bekräftigen die SprecherInnen.

Die derzeitigen Ausnahmen und Regelungen der Sonntagsarbeit sind mehr als ausreichend. Mehr dürfen wir den Handelsangestellten und anderen Betroffenen nicht zumuten. "Wir betrachten den freien Sonntag als gesellschaftliche Errungenschaft, die es vor konsumorientierten Anliegen zu bewahren gilt", so Wiesinger und Kuhlmann abschließend.

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Philipp Kuhlmann, 0664-5731518
Gertraud Wiesinger, 0676-817111395

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