Städtebund: Startschuss für Prozess "Netzwerk Innenstadt"

Weninger: "Absterben der Ortszentren muss verhindert werden"

Wien (OTS) - 26 österreichische Städte beteiligen sich am Prozess "Netzwerk Innenstadt", einer Initiative des Österreichischen Städtebundes, die am Freitag in Wien gestartet wurde.

"Die Städte sind die Wirtschaftsmotoren unseres Landes, die Innenstädte sind die Herzen der Städte, es ist notwendig, dem Absterben dieser wichtigen Zentren entgegenzutreten, zumal die Lebensqualität der Innenstädte ein wesentlicher Standortfaktor ist", betonte zu Beginn Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.

Aus einer Untersuchung des Landes Salzburg geht hervor, dass vor allem Orte, die seit 2004 neue periphere Fachmarkt- und Einkaufszentren errichtet haben, mit sehr hoher Umsatzumlenkung aus den eignen Orts- bzw. Stadtkernen zurechtkommen müssen (Zell, Straßwalchen, Hallein). Eine Verkaufsflächenexpansion findet absurderweise dabei vor allem an Standorten mit rückläufigen Bevölkerungszahlen statt.

Entstehung des Netzwerk Innenstadt

Beim Österreichischen Städtetag 2014 in Graz gab es einen eigenen Arbeitskreis zum Thema "smart urban living - meine Stadt, mein LebensRaum", bei dem ein reger Austausch zu den Themen Leerstand, Lebensqualität in der Stadt und Erdgeschoßzonen stattfand.

Ebenfalls 2014 veröffentlichte die Steirische Landesgruppe des Österreichischen Städtebundes gemeinsam mit der steirischen Landesregierung und der Steirischen Wirtschaftskammer das "Weißbuch Innenstadt - Chancen und Herausforderungen der Innenstadtbelebung für Klein- und Mittelstädte". Dabei wurden anhand der Städte Bruck an der Mur, Hartberg und Bad Radkersburg Handlungsoptionen zur Innenstadtentwicklung für Städte mit einer Einwohnerzahl von bis zu rund 25.000 EinwohnerInnen aufgezeigt.

Auf dieser Basis wurde beschlossen, eine eigene "Taskforce" zum Thema Innenstadt zu gründen, in der sind die Baudirektoren der großen Österreichischen Städte vertreten sind.

Ziele des Netzwerks

Das Netzwerk Innenstadt bildet nunmehr eine Vernetzungsplattform der Städte untereinander und dient dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch, ein ExpertInnengremium soll städtische Fragen der Innenstadtentwicklung gegenüber Dritten klären. Allgemein soll öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Innenstadtentwicklung, Leerstand und entsprechender Gegenstrategien geschaffen werden. Und Handlungsbedarf auf Ebene der Landes- und Bundesgesetzgebung erarbeitet werden. Dazu soll eine eine "Agenda Innenstadt" des Österreichischen Städtebundes entstehen.

Nähere Infos zum weißbuch Innenstadt unter:

http://www.staedtebund.gv.at/services/aktuelles/aktuelles-details/art ikel/weissbuch-innenstadt-heute-praesentiert.html

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Saskia Sautner
Österreichischer Städtebund
Rathaus, 1082 Wien
saskia.sautner@staedtebund.gv.at
T: +43 1 4000-89990
www.staedtebund.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0017