Zehn verwahrloste Chihuahuas in Obhut des WTV

Chihuahua-Senioren in bedauernswertem Zustand - werden im Wiener Tierschutzverein intensiv betreut.

Vösendorf (OTS) - Ein Rudel Chihuahuas, welches sich in einem erbarmungswürdigen Zustand befindet, wird aktuell im Wiener Tierschutzhaus des Wiener Tierschutzvereins in Vösendorf intensiv betreut. Die Tiere, darunter vier Rüden und sechs Hündinnen, wurden vergangene Woche von der Eigentümerin abgegeben. Der zuständige Amtstierarzt hatte der Dame dringend geraten, ihren Tierbestand zu reduzieren. Allem Anschein nach befinden sich noch weit mehr Hunde im Besitz der Dame.

Tiere teils schwerkrank

Sofort nach der Abgabe wurden die Hunde von den WTV-Tierärztinnen eingehend untersucht. Dabei kam Erschütterndes zu Tage: Die Bandbreite der Erkrankungen reicht von Zahnproblemen wie eitrigen Zähnen und Zahnstein, über massive Augenprobleme (Hornhautgeschwüre, Hornhauttrübungen) bis hin zu Herzerkrankungen. So weisen zwei der untersuchten Tiere ein Herzgeräusch auf. Besonders dramatisch dabei:
Die Tiere sind nicht mehr die Jüngsten und alle zwischen acht und elf Jahren alt. "Aus unserer Sicht ist es völlig unverständlich, dass in diesem Fall die zuständigen Behörden nicht schon viel früher eingeschritten sind", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic. Die Hunde werden jedenfalls aktuell intensiv medizinisch betreut. Bei manchen Tieren sind mehrmals am Tag Behandlungen nötig und einige therapeutische Maßnahmen könnten sich über Wochen oder gar Monate ziehen. Nicht zuletzt deshalb ist der Wiener Tierschutzverein auch hier auf die Unterstützung der Tierfreundinnen und Tierfreunde angewiesen.

"Gerade jetzt, wo hauptsächlich private Tiere ins Tierschutzhaus kommen, stellen sich zwei Trends heraus: Tiere, die aus Kostengründen nicht mehr gehalten werden können und Fälle von Animal-Hoarding, die zwar schlimm sind, aber in manchen Fällen noch nicht so katastrophal, dass sofort ein Tierhalteverbot verhängt wird. In solchen Fällen sollten die Behörden gemeinsam mit dem WTV rascher eingreifen. Der WTV allein kann nur warnen und mahnen, hat aber keine behördliche Kompetenz", so Petrovic.

Zuhause gesucht

Neben der medizinischen Betreuung versuchen die WTV-Tierpflegerinnen und Tierpfleger derzeit ihr Bestes, um die Tiere zu beruhigen und ihnen in kleinen Schritten ein normales Hundeverhalten beizubringen. Denn die Chihuahuas dürften trotz ihres schon etwas längeren Hundelebens noch nicht viel kennengelernt haben, sind noch nicht stubenrein und schlecht sozialisiert. Dennoch hegt der Wiener Tierschutzverein die Hoffnung, dass sich für diese Tiere erfahrene Personen finden, die ihnen ein schönes Zuhause für ihren Lebensabend bieten können. Interessentinnen und Interessenten können sich gerne an die Hundevergabe unter: hundevergabe@wiener-tierschutzverein.org wenden.

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Mag. (FH) Oliver Bayer
Öffentlichkeitsarbeit

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