Steuerreform: Bewertung der Verkehrswirtschaft fällt gemischt aus

Branchensprecher Klacska: Verhinderung von Substanzsteuern klarer Erfolg für Betriebe – Mangel an Strukturreformen enttäuschend

Wien (OTS) - Mit einem weinenden und einem lachenden Auge bewertet die heimische Verkehrswirtschaft die Steuerreform der Bundesregierung. Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ: "Ganz klar positiv zu werten ist, dass Vermögens- und Substanzsteuern abgewendet werden konnten. Für die Verkehrswirtschaft ist auch die gelungene Verhinderung einer neuerlichen MÖSt-Anhebung sowie die Abwehr der Mehrwertsteuererhöhung auf Personentransporte erfreulich."

Generell sei jedoch festzuhalten, dass die Wirtschaft einmal mehr die Hauptlast der Reform zu tragen hat. Enttäuschend sei auch, dass die Gegenfinanzierung erneut überwiegend durch Einnahmenerhöhungen und nicht durch längst überfällige Strukturreformen erfolgen soll. Letztere sind auch in den Bundesländern dringend notwendig. Wie intensiv hier nach Mitteln gesucht wird, zeigen die Bestrebungen der Länder, eine flächendeckende Lkw-Maut einzuführen. Klacska: "Davor können wir nur eingehend warnen. Eine solche Maut würde nicht nur Betriebe auf breiter Basis - von Transport, Industrie, Handel bis zu Gewerbe - zu spüren bekommen, sondern auch der Konsument. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik der WU Wien kämen auf jeden einzelnen Österreicher und jede Österreicherin Mehrkosten von rund 63 bis 77 Euro pro Jahr zu. Damit wäre ein Teil der Steuerreform-Entlastung gleich wieder weg", warnt Klacska. (PWK190/PM)

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