ÖSTERREICH: Faymann: Schlechte Steuermoral ist "Frechheit gegen Angestellte"

Der Kanzler und SPÖ-Chef über Kritiker der Steuerreform

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) erklärt im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe), dass er nach Präsentation der Steuerreform "viele positive Reaktionen erhalte". Der SPÖ-Chef kennt aber auch die kritischen Stimmen und meint: "Da müssen wir noch Aufklärungsarbeit leisten".

Mit dem Entlastungspaket habe er "mein Wort gehalten". Auf die ÖSTERREICH-Frage, weshalb es nur 350 Millionen an vermögensbezogenen Steuern geben werde, kontert Faymann: "Dass der Koalitionspartner in dieser Frage eine sehr konträre Haltung hatte, ist kein Geheimnis. Aber wir hatten eine Milliarde durch Betrugsbekämpfung gefordert. Jetzt sind es 1,9 Milliarden. Und die vermögensbezogenen Steuern können sich durchaus sehen lassen."

Dass es in der ÖVP wegen Steuererhöhungen rumort, besorgt den SPÖ-Chef nicht: "Ich gehe davon aus, dass jeder zu seinem Wort steht. Ich rechne bis zur Beschlussfassung der Reform noch mit Diskussionen, aber das Paket steht."

Zur Registrierkassenpflicht für die Gastronomie und auf die Frage, ob das Land eine problematische Steuermoral habe, sagt Faymann: "In einem Land schleichen sich gewisse Gewohnheiten ein. Aber diese Position ist nicht nur gegen Angestellte eine Frechheit, sondern auch gegen eine Branche, wo die Mehrheit ihre Steuern korrekt abführt. Ich bin da auch froh, dass der Koalitionspartner da mit uns mitgeht."

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