ÖSTERREICH: Mitterlehner zur Steuerreform: "Es gibt auch Wermutstropfen"

Der Vizekanzler (ÖVP) über den Groll des Wirtschaftsbundes

Wien (OTS) - Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) sieht im ÖSTERREICH-Interview (Sonntagsausgabe) die schwarze Handschrift bei der Steuerreform: "Zentrale Forderung der ÖVP war es, Erbschafts-, Schenkungs- und Vermögenssteuern zu verhindern. Das haben wir erreicht. 900.000 Unternehmer und Einkommenssteuer-Veranlagte profitieren durch die Entlastung, der höhere Konsum belebt die gesamte Wirtschaft. Dass es auch Wermutstropfen gibt wie die Registrierkassenpflicht, liegt in der Natur eines Kompromisses."

Dass die Hotelbranche wegen der Mehrwertssteuererhöhung tobe, verstehe er teilweise: "Die Regelung ist unangenehm. Dennoch glaube ich, dass die Erhöhung verkraftbar ist und auch an die Gäste weitergegeben werden kann. Bei 100 Euro sind es genau 3 Euro. Außerdem werden wir darauf Rücksicht nehmen, dass beim Termin bereits abgeschlossene Pakete nicht beeinträchtigt werden."

Von ÖSTERREICH befragt, ob er die Unzufriedenheit des Wirtschaftsbundes mit der Steuerform verstehe, antwortet Mitterlehner: "Nicht wirklich. Wir haben das Hauptziel der Verhinderung von Erbschafts- und Vermögenssteuern erreicht und stärken die Kaufkraft. Dass es dabei Wermutstropfen gibt, liegt in der Natur der Gegenfinanzierung."

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