Pestizid-Reduktions-Programm der REWE International AG verbessert Qualität von Obst und Gemüse

Wiener Neudorf (OTS) - Als Österreichs größter Lebensmittelhändler bekennt sich die REWE International AG voll und ganz zur heimischen Landwirtschaft und es ist in unserem Unternehmen seit Jahren gelebte Praxis, dass wo immer möglich österreichischem Obst und Gemüse der Vorrang gegeben wird.

Die REWE International AG hat sich selbst das Ziel gesetzt, die Pestizidbelastung bei Obst und Gemüse in den Regalen von BILLA, MERKUR, PENNY und ADEG drastisch zu reduzieren.
Pflanzenschutzmittel sind in der konventionellen Landwirtschaft Hilfsmittel, um die Ernte vor Schädlingen, Unkraut und Krankheiten zu schützen. Das hat aber nicht nur positive Auswirkungen, sondern kann sich vor allem bei zu großen Mengen auch negativ auf unsere Gesundheit und Umwelt auswirken.

Daher kooperiert die REWE International AG seit 2002 mit der unabhängigen, österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 im Rahmen eines PestizidReduktionsProgramms (PRP). Die Pestizid-Obergrenzen sind dabei großteils strenger als die gesetzlich vorgegebenen Höchstgrenzen. GLOBAL 2000 orientiert sich hier an ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten, die unter anderem auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO beruhen.

"Die Einführung des Pestizidreduktionsprogramms war eine Revolution in dieser Branche und wir sind als REWE International AG der einzige Lebensmittelhändler Österreichs, der an sein konventionelles Obst und Gemüse in Hinblick auf die Pestizidbelastung deutlich höhere Ansprüche stellt als der Gesetzgeber", erläutert Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der REWE International AG.

Jede Woche wird das Obst- und Gemüsesortiment von den Expertinnen und Experten von GLOBAL 2000 stichprobenartig auf Rückstände untersucht, in Summe fanden somit im vergangenen Jahr 1.264 Proben statt. Das aufwändige Kontrollsystem lohnt sich, wie die kontinuierlichen Verringerungen von Rückständen auf Obst und Gemüse zeigen. Die Ergebnisse werden auf der Website von BILLA laufend veröffentlicht.

Die Werte für die Produzenten der REWE International AG sind großteils strenger als die gesetzlichen Vorgaben. Werden die im PestizidReduktionsProgramm (PRP) festgelegten Höchstwerte der REWE International AG überschritten, werden zur Sicherstellung weitere Proben gezogen und bei dem gleichen Ergebnis gibt es einen Lieferstopp des Produzenten. Erst wenn der Produzent ein entsprechendes Qualitätssicherungskonzept vorlegen kann und die folgenden Untersuchungen in Ordnung sind, kommen die Produkte wieder in unsere Märkte.

"Der besondere Erfolg dieses Programms ist das gemeinsame Arbeiten an Verbesserungen: Agraringenieure von GLOBAL 2000 erarbeiten mit den jeweiligen Lieferanten und Produzenten Alternativen, die die Situation beim jeweiligen Produkt verbessern. Wir treiben durch diese Kooperation vor allem konsequent die Suche nach umweltschonenderen Alternativen zum Einsatz von Pestiziden voran. Dadurch ist uns gemeinsam mit GLOBAL 2000 und unseren Lieferanten über die Jahre eine deutliche Reduktion der Gesamtbelastung bei unserem Obst & Gemüse gelungen. Das ist der Kern dieses Programms, nur so können wir im Sinne der Nachhaltigkeit Fortschritte machen - für die Gesundheit der Konsumenten und für die Umwelt", so Hensel weiter.

Beispiel PRO PLANET Apfel

2014 startete GLOBAL 2000 gemeinsam mit BILLA und MERKUR ein groß angelegtes Programm, um den Schutz von Bienen in der Apfelproduktion zu verbessern. Das ist notwendig geworden, da im Apfelanbau Mittel eingesetzt werden, die für Bienen gefährlich sein können. Kernelement ist die so genannte Verwirrmethode: Dabei werden die Pheromone, die der weibliche Apfelwickler während der Paarungszeit produziert, um seine männlichen Partner anzulocken, imitiert und die Vermehrung behindert. So werden die Schäden, die vor allem durch die Raupe des Apfelwicklers entstehen, der sich in das Kerngehäuse des Apfels frisst, begrenzt. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Apfelbauern - zum Beispiel der OPST Steiermark - auf mehr als 300 Hektar umgesetzt. Durch den großflächigen Einsatz der Verwirrungstechnik aller PRO PLANET Apfel-Lieferanten reduziert sich die Verwendung von Insektiziden auch in anderen Anbaugebieten Österreichs sukzessive.

Ja! Natürlich: Mit Bio sanft zur Umwelt

Auf der Suche nach alternativen Wegen des Pflanzenschutzes und der Schädlingsbekämpfung kann die konventionelle viel von der biologischen Landwirtschaft lernen - bestes Beispiel ist hier Ja! Natürlich, Österreichs größte Bio-Marke, die seit über 20 Jahren die österreichische Biolandschaft maßgeblich prägt und weiterentwickelt. Gerade in der Obst- und Gemüseproduktion müssen Bio-Bauern innovativ sein, da ihnen streng verboten ist, chemisch-synthetische Spritzmittel und künstliche Dünger zu verwenden. Ja! Natürlich Bio-Bauern handeln daher vorausschauend, sodass es erst gar nicht so weit kommt, dass Schädlings- und Krankheitsbefall die Ernte gefährden. Denn Vorsorge steht an erster Stelle. So verwenden Bio-Bauern widerstandsfähige Sorten und Arten, die dem Standort angepasst sind, wie beispielsweise schorfresistente Topaz-Äpfel. Weiters nutzen sie intelligente Verwirrmethoden, wie sie auch im PestizidReduktionsProgramm verwendet werden. Ansonsten verwenden die Ja! Natürlich Bio-Bauern natürliche Spritzmittel wie Pflanzenextrakte. Vom Anbau, während der gesamten Produktionszeit durch den Bio-Bauern bis zur Ankunft der Ware im Handel sichert Ja! Natürlich die Qualität durch ein engmaschiges Netz an Kontrollen, die über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen.

So werden beispielsweise rund 300 Kontrollen während der Produktionsphase im In- und Ausland durchgeführt. Zusätzlich gewährleisten bis zu 400 Laboranalysen bei der Anlieferung größtmögliche Sicherheit auf Einhaltung der Bio-Kriterien.

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