Steuerreform: ÖAMTC wertet Verzicht auf MöSt-Erhöhung als Erfolg

Höhere Besteuerung von Dienstfahrzeugen für den Club nicht rational

Wien (OTS) - Der ÖAMTC begrüßt, dass in der heute, Freitag, vorgestellten Steuerreform auf eine Erhöhung der Mineralölsteuer (MöSt) verzichtet wurde. "Wir haben immer wieder vorgerechnet, dass eine MöSt-Erhöhung wegen des Tanktourismus keine Mehreinnahmen für das Budget, sondern lediglich eine Steuererhöhung für österreichische Erwerbstätige und Familien bringen würde", erklärt Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Wir werten es als Erfolg, dass wir die Bundesregierung mit unseren Berechnungen überzeugen konnten und dass in Bezug auf die MöSt diese vernünftige Entscheidung getroffen wurde."

Nicht verstehen kann man beim Club hingegen die Erhöhung des Sachbezugs für Dienstfahrzeuge um ein Drittel. Wiesinger: "Abgesehen davon, dass sich klar berechnen lässt, dass der aktuelle Sachbezug angemessen ist, stellt die geplante Maßnahme die dritte Mehrbelastung für Dienstwagennutzer binnen weniger Monate dar. Die Politik verspielt jegliche Berechenbarkeit." Die nunmehr geplante Steuererhöhung sollte aus Sicht des ÖAMTC nur für neue Dienstautos gelten, weil nur dort eine freie Wahlmöglichkeit für den Dienstnehmer besteht. Der CO2-Grenzwert, ab dem Dienstfahrzeuge höher besteuert werden sollen, ist aus Sicht des Clubs ebenfalls zu hinterfragen. Darüber hinaus fordert der ÖAMTC, die Sachbezugs-Befreiung von reinen E-Autos auf alle alternativen Antriebsformen auszuweiten. "Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Nutzer von Firmenfahrzeugen ohne sachlichen Grund als Blitzableiter für die Nichteinigung auf allgemeine Vermögenssteuern herhalten müssen", stellt Wiesinger abschließend fest.

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