Automobilindustrie: erneute Steuererhöhung unverständlich

Clary: Mehrbelastung statt Entlastung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - Maßnahme in jeder Hinsicht kontraproduktiv

Wien (OTS) - "Es ist unverständlich, dass die Bundesregierung einmal mehr die Autofahrerinnen und Autofahrer zur Kasse bittet, die ohnehin schon die am stärksten steuerlich belastete Gruppe in Österreich darstellen", so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Dr. Felix Clary. Rund 300.000 Dienstwagennutzer würden durch das Ergebnis der Steuerreform bis zu 100 Euro im Monat an finanzieller Mehrbelastung zu tragen haben. Dabei handle es sich zum größten Teil um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Arbeitsausübung ein Dienstfahrzeug erfordere und die private Nutzung Teil der Entgeltsvereinbarung darstelle. "Eine große Gruppe der Österreicherinnen und Österreicher wird nicht aus der Steuerreform profitieren, sondern sie selbst finanzieren", kritisiert Clary.

"Wir haben mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Anhebung des Sachbezuges für Dienstfahrzeuge mit Privatnutzung von 1,5 auf 2,0 Prozent sowohl aus fiskal- und wirtschaftspolitischer Perspektive, als auch aus ökologischer Sicht kontraproduktiv ist", so Clary. Dementsprechend handle es sich bei dieser Maßnahme um einen rein ideologischen Schritt. Die Automobilwirtschaft leiste einen enormen Beitrag zu Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand in Österreich. Dennoch würden sich in Österreich zunehmend erschwerende Rahmenbedingungen finden.

"Heute hat sich gezeigt, dass die Bedenken einer großen und bedeutsamen Bevölkerungsgruppe in Österreich, wie es die Autofahrerinnen und Autofahrer zweifelsfrei darstellen, nicht zur Kenntnis genommen werden. Erst im vergangenen Jahr wurden die NoVA und die motorbezogene Versicherungssteuer erhöht. Damals wurde uns von Seiten des Finanzministeriums zugesichert, dass es in der laufenden Legislaturperiode keine weiteren Erhöhungen mehr im automotiven Sektor geben wird. Leider hat sich das Wort, das damals gegeben wurde, heute als wertlos herausgestellt", so Clary und fügt hinzu: "Diese Tatsachen sind vor allem auch aus demokratiepolitischer Perspektive äußerst bedenklich."

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