„Thema“ am 16. März: Der Postkartenräuber – „Ich komme wieder“

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert "Thema" am Montag, dem 16. März 2015, um 21.10 Uhr in ORF 2 mit folgenden in HD produzierten Beiträgen:

Der Postkartenräuber - "Ich komme wieder"

Seit 2008 hält er die Polizei in Vorarlberg zum Narren und verübt einen Überfall nach dem anderen. Zweimal schickt er Postkarten an die Polizei: "Ich komme wieder." Zuletzt hat der Serienräuber Anfang März zugeschlagen. Zehn Raubüberfälle auf Banken und Postfilialen werden ihm zugerechnet. "Das Täterprofil liegt seit Jahren vor, wir gehen davon aus, dass es sich um einen unauffälligen Mann von nebenan handelt", sagt Stefan Schlosser vom Landeskriminalamt Vorarlberg. Seit sieben Jahren tappen die Ermittler im Dunklen. 15 Opfer sind dem bewaffneten Serienräuber direkt gegenübergestanden. "Immer wieder habe ich die Bilder im Kopf, es ist schrecklich. So eine Erfahrung wünsche ich meinem Todfeind nicht", sagt ein Bankangestellter, der aus Angst vor dem Täter anonym bleiben will. Stefan Krobath berichtet über den Kriminalfall und seine Folgen.

Polizeigewalt - Neue Vorwürfe

"Wenn man das Video sieht, wird einem angst und bang", sagt Christian Pilnacek, ehemaliger Richter und Oberstaatsanwalt, heute Sektionschef im Justizministerium. Das Video, das vergangene Woche durch die Medien gegangen ist, zeigt, wie eine 47-jährige Frau von der Polizei "beamtshandelt" wird. Zurück bleiben ein Steißbeinbruch, Prellungen und Blutergüsse. Dann wird die Unternehmerin wegen "Widerstands gegen die Staatsgewalt" angezeigt. Schon vor einer Woche hat "Thema" über einen ähnlichen Fall in der Silvesternacht berichtet, seither häufen sich die Vorwürfe gegen die Wiener Polizei. "Man fühlt sich gedemütigt und hilflos", erzählt Wolfgang K. Auch er hat in der inzwischen berüchtigten Polizeiinspektion Deutschmeisterplatz in der Wiener Innenstadt schlechte Erfahrungen gemacht. Unter anderem durfte er nicht auf die Toilette, obwohl er darauf hinwies, dass er Blasenkrebs und Schmerzen habe. Was ist los mit der Wiener Polizei? "Thema" spricht mit dem Polizeigewerkschafter Hermann Greylinger und mit Amnesty-Chef Heinz Patzelt. Rike Fochler, Christian Zechner und Christoph Seibel haben recherchiert.

Wir Kinder des Krieges

Sie waren noch Kinder, in einem Krieg, für den sie nichts konnten. 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erzählen sie ihre Geschichte. Liselotte Kuba war fünf Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter im Weinviertel in ständiger Angst leben musste, während ihr Vater an der Front war. "Meine Mutter und ich sind sehr oft zu den Rücktransporten nach Wien gefahren, jedes Mal in der Hoffnung, er könnte dabei sein." Ihr Vater kam nicht mehr zurück. "Dieses Hoffen und dann diese Traurigkeit waren eine Katastrophe für mich", erinnert sich die 74-Jährige. Ihr Sohn, Journalist, Autor und Filmemacher Andreas Kuba, hat sie und weitere 20 Zeitzeugen in Österreich und Deutschland für sein Buch "Wir Kinder des Krieges. Eine Generation erzählt ihre Geschichte" interviewt. Der ehemalige Buchhändler Helmut Godai wurde im Alter von 15 Jahren vom Gymnasium direkt in den Krieg geschickt. Der Kindersoldat von damals erinnert sich: "Wir waren eigentlich ein bisschen stolz darauf, eingezogen zu werden. Wir wollten keine Buben sein, sondern echte Männer." In Österreich leben heute noch fast 1,5 Millionen Menschen, die "Kriegskinder" waren, berichtet Susanna Zaradic.

Die in HD produzierte Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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