Registrierkassenpflicht kann Unternehmen killen! Zeiten des sogenannten „Taschlwitzes“ sind lange vorbei!

„Falsche Umsetzung der geplanten Registrierkassenpflicht bedeutet für Klein- und Kleinstunternehmen nur eine zusätzliche Schikane und verhindert keinen Steuerbetrug!“

St. Pölten (OTS) - Mit diesen Worten kommentiert der NÖ LAbg. Walter Naderer (Team NÖ) die durchgesickerten Pläne der Regierung zur Gegenfinanzierung der Steuerreform.

"Mit über 30 Jahren Berufserfahrung, besonders in der Gastronomie, kann ich der österreichischen Bevölkerung versichern, dass die Zeiten des in Wien so bezeichneten "Taschlwitzes" aus Schwarzverkäufen schon im vorigen Jahrhundert zu Ende gingen.

Steigender Aufwand, selbst in den kleinsten Betrieben, und die transparente Kalkulation machen den kontinuierlichen Steuerbetrug im Dienstleistungsbereich praktisch unmöglich. Ich will damit nicht sagen, dass es keinerlei unversteuerte "Privatgeschäfte" mehr gibt, aber alleine durch die Konkurrenz der Systemanbieter und deren Verrechnungspraxis hat sich die Beurteilung vieler Branchen aus Sicht der Finanzbehörden verändert und wurde durch strengere Prüfungen die Steuermoral gestärkt." merkt der Handelsunternehmer an.

"Wie jetzt eine schikanöse Registrierkassenpflicht die angesprochenen "Schwarzeinnahmen" oder "Privatgeschäfte" verhindern soll, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, oder ist die Registrierkasse künftig mit Chips in den Fingern ausgestattet, die jede Geldberührung erkennt und registriert?

Es wird hier wieder sehr viele Ausnahmen geben müssen, sonst sperren die Kleinstunternehmer ihre Läden einfach zu und vertrauen sich dem Sozialstaat an, der sie zuvor doch sehr misstrauisch kriminalisiert hat." warnt Naderer.

Glauben die Regierungsvertreter allen Ernstes, dass durch eine Registrierkassenpflicht für Personenbetreuer, fahrende Händler, Friseurinnen, für Reinigungskräfte oder EDV- Dienstleister Millionen an Steuereinnahmen in die Kassen des Finanzministers gespült werden?

"Unternehmer sind risikobereite, fleißige, phantasievolle Menschen, denen niemand Überstunden abgilt, die niemand im Urlaub oder Krankenstand vertritt und die jede Einnahme Ihres Unternehmens selbst erwirtschaften müssen. Die Politelite wäre gut beraten, dies anzuerkennen und nicht ständig kriminelle Elemente in den KMUs zu sehen!" schließt Naderer.

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