„Kulturmontag“ am 16. März: „Trauriger Prinz“ Oskar Werner, Diagonale-Ausblick und Ringstraßen-Ausstellung

Außerdem: Kulturdokumentation „Microtopia – So klein und schon ein Haus“

Wien (OTS) - Vielseitig spannend präsentiert sich der von Clarissa Stadler moderierte "Kulturmontag" am 16. März 2015 um 22.30 Uhr in ORF 2: Die nachhaltig beeindruckende Begegnung mit Schauspielgott Oskar Werner in einer durchzechten Nacht des Jahres 1983 schildert Schauspieler und Autor Michael Degen in seinem kürzlich erschienenen autobiografischen Roman "Der traurige Prinz". Weiters befasst sich die Sendung anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Wiener Ringstraße mit einer neuen Ausstellung im Jüdischen Museum. Außerdem blickt das Magazin auf das demnächst startende österreichische Filmfestival Diagonale in Graz. Im Anschluss steht die Kulturdokumentation "Mictrotopia - So klein und schon ein Haus" auf dem Programm, die innovative Wohnmöglichkeiten auf kleinstem Raum präsentiert.

Oskar Werner und Michael Degen - Ein Roman über eine abgründige Nacht mit dem Theatergott

Im Jahr 1983 traf Michael Degen den um zehn Jahre älteren Oskar Werner in einer alkoholschwangeren Nacht in Vaduz. Die beiden fanden Berührungspunkte: Degen, jüdischer Herkunft, hatte sich in seiner Kindheit vor den Nazis verstecken müssen, Werner hatte eine abgrundtiefe Abscheu vor dem NS-Regime und entzog sich der Wehrmacht durch Desertion. Zum Zeitpunkt des Zusammentreffens war der respekteinflößende Schauspielgott mit dem seelenvollen Blick und dem besonderen Timbre bereits ein Gebrochener, der vieles hinter sich hatte, ruiniert von Alkohol und Selbstzweifeln. Degen hat die Erinnerung an diese ans Existenzielle gehenden Stunden mit Werner, in denen diskutiert, gestritten und wieder versöhnt wurde, nie losgelassen - und sie zu einem Roman mit dem Titel "Der traurige Prinz" verarbeitet. "Der Kulturmontag" bittet den Autor zum Interview und spürt dem brüchigen Mythos Oskar Werners nach.

"Ringstraße. Ein jüdischer Boulevard" - Ausstellung im Jüdischen Museum Wien

Anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Wiener Ringstraße überbieten Museen und andere kulturelle Institutionen einander heuer mit Veranstaltungen. Einen wenig beachteten Aspekt beleuchtet das Wiener Jüdische Museum ab 25. März: die Ringstraße als Bauplatz und Refugium des jüdischen Adels und Großbürgertums. Einige der prachtvollsten Palais am prominentesten Boulevard der Stadt befanden sich in jüdischem Besitz - ein Zeichen der langersehnten gesellschaftlichen Akzeptanz, denn erst ab 1860 durften Juden überhaupt erst in Wien Grundbesitz erwerben. Die Ausstellung "Ringstraße. Ein jüdischer Boulevard" legt den Fokus aber nicht nur auf den Aufstieg einer kleinen Elite, sondern auch auf den Überlebenskampf der breiten Masse der jüdischen Bevölkerung. "Der Kulturmontag" hat die Schau vorab besucht.

Die Diagonale 2015 - Spannende heimische Filme in Barbara Pichlers letzter Saison

Mit Karl Markovics’ zweiter Regiearbeit "Superwelt" über eine Frau, die plötzlich zu Gott findet ( vom ORF über das Film/Fernseh-Abkommen kofinanziert), eröffnet Barbara Pichler am 17. März ihre letzte Saison als Intendantin des österreichischen Filmfestivals Diagonale. Der "Kulturmontag" gibt einen Ausblick auf die filmische Leistungsschau in Graz, bei der Filmemacher Jakob M. Erwa heuer wieder ein erfolgreiches Heimspiel abliefern könnte. Der Grazer, der schon 2007 mit "heile welt" den Großen Diagonale-Preis gewonnen hat, ist mit seinem Thriller "HomeSick" vertreten. Außerdem berichtet das Kulturmagazin über die hochkarätige Dokumentationsschiene des Festivals.
Der ORF ist nicht nur mit insgesamt 25 Produktionen auf der Diagonale vertreten, sondern berichtet als Medienpartner auch umfassend und trimedial. Alle Details sind unter http://presse.ORF.at abrufbar.

Kulturdokumentation "Mictrotopia - So klein und schon ein Haus"

Der Traum vom Leben in kleinen, mobilen oder temporären Räumen funktioniert! Mehrere erfolgreiche Architekten, Bauherren und Künstler aus aller Welt schlagen eine radikale Lösung für neuen Wohnraum vor: Alles Unnötige wird weggelassen und dafür werden alte, gebrauchte Elemente verwendet, um neue Wohnmöglichkeiten zu schaffen. Dahinter steht eine einfache Frage: Wie viel Platz, Material und Komfort brauchen wir wirklich? Der schwedische Filmemacher Jesper Wachtmeister präsentiert, wie Menschen weltweit an ihre Grenzen gehen, um ihre Träume von möglichst großer Freiheit und Flexibilität beim Wohnen zu verwirklichen.

Der "Kulturmontag" - produziert in HD - wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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