NEOS: Wehsely setzt Qualität der Gesundheitsversorgung leichtfertig aufs Spiel

Beate Meinl-Reisinger: Umsetzung der Ärztearbeitszeit nur in Verbindung mit grundlegenden Reformen

Wien (OTS) - Nachdem eine überwältigende Mehrheit der Wiener Ärztinnen und Ärzte die Wiener Umsetzung des Ärztearbeitszeitgesetzes abgelehnt hatte, kündigte Gesundheitsstadträtin Wehsely gestern Abend einen neuerlichen "Dialog" an. Im Zusammenhang mit der heutigen Sondersitzung des Gemeinderates übt Beate Meinl-Reisinger, Landessprecherin von NEOS Wien, Kritik an der roten Stadträtin: "Wenn 87% der Ärzte im KAV das vorgeschlagene Paket ablehnen, dann sind das keine "Interpretationsschwierigkeiten". Die Medizinerinnen und Mediziner haben Ihren Vorschlag sehr wohl verstanden. Es braucht keine Überzeugungsarbeit, sondern ein Zurück an den Start in den Verhandlungen mit den Ärztevertretern".

Die NEOS-Spitzenkandidatin stellt die Aussagen der Stadt in Frage, wonach bei einer Kürzung der Dienstzeiten bei gleichzeitigem Personalabbau die Versorgungsqualität gleich bleiben werde: "Diese Pläne setzen unsere bisher sehr guten Gesundheitsversorgung mutwillig aufs Spiel. Während in den KAV-Spitälern Leistungen reduziert werden, wird der niedergelassene Bereich auch noch zurückgefahren. Wer es sich leisten kann, wird in die private Versorgung ausweichen. Das Ergebnis wäre eine Zwei-Klassen-Medizin. Wenn die SPÖ hierauf abzielt, dann soll sie auch dazu stehen", so Meinl-Reisinger.

"Die Missstände im Wiener Gesundheitswesen sind enorm. Der KAV ist mit fast 400 Millionen Euro verschuldet, es herrscht Intransparenz aller Orten und mit dem Debakel rund um das Krankenhaus Nord steht uns mindestens ein dreistelliger Millionenschaden ins Haus. Stadträtin Wehsely hat in der Vergangenheit keine Lösungs- und Verhandlungskompetenz beweisen können. Sie hat jetzt eine letzte Chance, eine sowohl für die Ärzte als auch für die Patienten tragfähige Lösung zu erzielen.", kritisiert Meinl-Reisinger.

Anstatt den Sparstift zuerst bei den Patienten und Ärzten anzusetzen, könne die Politik auch anfangen, bei sich selbst zu sparen: "Wien hat die höchste Parteienföderung aller Bundesländer, und diese wurde kürzlich erst an die Inflation angepasst. Würden wir uns am Durchschnitt aller Bundesländer orientieren, könnten wir allein 12 Millionen Euro pro Jahr sparen und dazu beitragen, den Ärztinnen und Ärzten ein angemessenes Grundgehalt- unabhängig von Überstunden und Nachtdiensten - zukommen zu lassen.", so Meinl-Reisinger abschließend.

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