AK Kaske zu Steuerreform: "Endlich mehr Geld für ArbeitnehmerInnen"

Spürbare Senkung der Lohnsteuer wird privaten Konsum beleben

Wien (OTS) - "Wir haben lange für eine Senkung der Lohnsteuer gekämpft. Jetzt haben sich die Verhandler auf ein Ergebnis geeinigt, den Menschen in diesem Land wird endlich mehr netto im Börsel bleiben", freut sich AK Präsident Rudi Kaske über das Verhandlungsergebnis der Regierungsparteien. Gleichzeitig betont der AK Präsident, dass bei der Gegenfinanzierung erreicht werden konnte, dass "sich die ArbeitnehmerInnen die Entlastung nicht selbst zahlen". Zudem wurde bei den vermögensbezogenen Steuern ein weiterer Schritt gesetzt.

"Lohnsteuer senken" - so lautet die Kampagne der Arbeiterkammer, mit der auf die ungerechte Verteilung der Steuerlast hingewiesen wird. "Und jetzt kommt - nach langem und hartem Kampf - endlich die Senkung der Lohnsteuer. Das ist ein Erfolg der Gewerkschafts-Bewegung in diesem Land und darauf können wir auch zu Recht stolz sein", sagt AK Präsident Rudi Kaske. Denn eine noch nie da gewesene Entlastung im Volumen von rund fünf Milliarden Euro wird dafür sorgen, dass den Menschen in diesem Land endlich mehr netto vom Brutto bleibt. Kaske:
"Wir haben immer eine spürbare Entlastung gefordert und diese ist am Ende der Verhandlungen auch herausgekommen. Die ArbeitnehmerInnen dürfen sich zu Recht freuen."

Wichtig ist aus Sicht des AK Präsidenten vor allem, dass der Eingangssteuersatz deutlich von 36,5 auf 25 Prozent gesenkt wird und dass auch Beschäftigte und PensionistInnen, die aufgrund des geringen Verdiensts bzw. der geringen Pension keine Lohnsteuer zahlen, in den Genuss einer Entlastung kommen.

So beträgt etwa die jährliche Entlastung einer Familie mit zwei Kindern und einem monatlichen Brutto-Familieneinkommen von 3.700 Euro exakt 1.455,88 Euro. Bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 1.500 Euro bleiben im Jahr 485 Euro mehr im Börsel, bei 2.300 Euro sind es 926 Euro. "Hier darf also sehr wohl von einer Entlastung gesprochen werden", so Kaske.

Zudem betont der AK Präsident, dass es gelungen ist, dass sich die ArbeitnehmerInnen "die Entlastung am Ende des Tages nicht selbst zahlen". Reformen in der Verwaltung, der Kampf gegen Steuerbetrug, ein weiterer Schritt bei den vermögensbezogenen Steuern und die Selbstfinanzierung über den privaten Konsum auf Seite der Gegenfinanzierung sollen für eine entsprechende Deckung sorgen.

Vor allem durch die Einführung der Registrierkassenpflicht soll Steuerbetrug erschwert werden. Dazu Kaske: "Denn Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Es kann nicht sein, dass die ArbeitnehmerInnen brav ihre Steuern zahlen und so über Gebühr belastet werden, während andere hohe Summen am Fiskus vorbeischleusen."

Weiters betont der AK Präsident, dass das Thema vermögensbezogene Steuern - also Vermögenssteuer sowie Erbschafts- und Schenkungssteuer - weiter auf der Agenda bleibt. "Über lang oder kurz werden die Reichen in diesem Land einen fairen Beitrag leisten müssen. Da werden wir nicht locker lassen", schließt Kaske.

SERVICE: Unter mehrnetto.arbeiterkammer.at steht Ihnen der Mehr-Netto-Rechner zur Verfügung, mit dem jede/r die persönliche Entlastung durch die Lohnsteuersenkung berechnen kann.

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Michaela Lexa-Frank
Tel.: Tel.: (+43) 50165-2141, mobil: (+43)664 8454166
michaela.lexa@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0003