- 13.03.2015, 12:12:27
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Greenpeace zu AKW Paks: Atomkraft gefährdet Energieunabhängigkeit
EU zu 97,5 Prozent von Uranimporten abhängig
Utl.: EU zu 97,5 Prozent von Uranimporten abhängig =
Wien/Brüssel (OTS) - Greenpeace begrüßt die Entscheidung der
EU-Kommission, ein Abkommen zwischen Ungarn und Russland über den
Ausbau des Atomkraftwerks Paks zu blockieren. Die Entscheidung der
EU-Kommission mache deutlich, dass Atomkraft die
Energieunabhängigkeit in Europa gefährde. Bei keiner Form der
Energieerzeugung sei die EU so sehr von Importen abhängig wie bei der
Nuklearenergie. Die britische Tageszeitung "Financial Times"
berichtet in ihrer Freitagsausgabe, dass die Kommission einen
Liefervertrag von russischen Brennstoffen ablehnt.
"Die österreichische Bundesregierung muss jetzt im Rahmen der
Diskussion um eine Energieunion klarstellen, dass Atomkraft die
Energieunabhängig in Europa gefährdet. Nur der Ausbau erneuerbarer
Energien und Energieeffizenz können eine sichere Energieversorgung
garantieren", fordert Walter Saurer, Energiesprecher von Greenpeace.
Laut der Euratom-Versorgungsagentur (ESA, Euratom Supply Agency) war
die EU im Jahr 2013 zu mehr als 97,5 Prozent von Uranimporten aus
Drittstaaten abhängig. 86,7 Prozent des Urans bezieht die EU von den
fünf führenden Lieferanten Kasachstan, Kanada, Russland, Niger und
Australien.
Abhängigkeit der EU von Energieimporten:
Uran: 97,5 Prozent
Öl: 88 Prozent
Gas: 66 Prozent
Kohle: 42 Prozent
Erneuerbare: weniger als 4 Prozent
Die Staats- und Regierungschefs werden beim Europäischen Rat am 19.
und 20. März über die Erhöhung der Energieunabhängigkeit im Rahmen
der Energieunion beraten. Am 11. und 12. Juni sollen sich die
Energieminister im Rat auf eine Position dazu einigen.
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