VP-Korosec: Wo bleiben die flankierenden Maßnahmen im KAV für Ärzte/innen und Pflegepersonal?

Wiener Gesundheitssystem muss transparenter und effizienter organisiert werden

Wien (OTS) - "Theorie und Praxis klaffen weit auseinander, was Wirtschaftlichkeit und Transparenz im Wiener Gesundheitswesen betrifft", konstatiert die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien LAbg. Ingrid Korosec, in der heutigen Sondersitzung des Wiener Gemeinderates zu den Problemen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV). Als Beispiel führt Korosec die horrenden Summen für Betriebsabgänge an, die seit vielen Jahren aus dem Steuertopf in den KAV gepumpt werden.
Zwischen den Jahren 2006 und 2014 sind nicht weniger als vier Milliarden Euro an Steuergeld zur Abdeckung des Betriebsabgangs an die städtischen Spitäler geflossen, während die acht Wiener Ordensspitäler im gleichen Zeitraum wesentlich besser gewirtschaftet haben und dort der Betriebsabgang nur einen Bruchteil des KAV-Betriebsabganges beträgt. "Es ist ein Skandal, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis hier überhaupt nicht zusammenpasst, wenn man sich die lange Liste an Problemen ansieht, vor denen wir stehen", so Korosec.

Geldverschwendung bei Großprojekten muss umgehend gestoppt werden

Aus der Vielzahl von Beispielen für hemmungslose Geldverschwendung im Wiener Gesundheitssystem nannte Korosec unter anderem die eklatanten Ausgabenüberschreitungen bei Großprojekten, von der Sanierung der Tiefgarage und dem Neubau des Kinder-OP-Zentrums im AKH bis hin zur bereits gerichtsanhängigen Vergabe des Auftrages für Reinigungskräfte an die Firma AGO im Wert von 50 Millionen Euro. Während in diesen Bereichen von der Stadtregierung offenbar nach dem Motto "Geld spielt keine Rolle" agiert wird, gibt es für einen effizienten Spitalsbetrieb noch immer nicht die notwendigen flankierenden Maßnahmen für das ärztliche und pflegende Personal, wie etwa genügend Schreibkräfte in allen Abteilungen der KAV-Spitäler. Die ÖVP Wien hat daher einen entsprechenden Beschlussantrag eingebracht, um dieses Missverhältnis endlich zu korrigieren.
"Ein jahrelanges Herumdoktern ohne nachweisbares Ergebnis hinsichtlich nachhaltiger Verbesserungen für den Betriebsablauf wären in der Privatwirtschaft undenkbar. Da hätte das verantwortliche Management schon längst den Hut nehmen müssen. Wir haben daher aufgrund dieser langen Liste an Versäumnissen den heute eingebrachten Misstrauensantrag gegen die Gesundheitsstadträtin unterstützt", so Korosec abschließend.

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