AK Bilanz: Was Konsumenten "fuchste" - die fünf Top-Aufreger 1

Wien (OTS) - Rund 355.000 KonsumentInnen suchten im Vorjahr Rat und Hilfe in den Arbeiterkammern. Die Anfragen haben gegenüber 2013 etwas zugelegt. Sehr stark nachgefragt war die Beratung zum Wohnrecht. "Wenigstens wurde die leidige Debatte um defekte Thermen gesetzlich gelöst", sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Wien Konsumentenpolitik. "Jetzt fehlt noch ein einfaches verständliches Mietrecht mit wirksamen Mietpreisgrenzen."

Die fünf häufigsten Konsumenten-Aufreger 2014:
1 Beim Wohnen draufgezahlt: Knapp ein Viertel der Beratungen österreichweit bezogen sich auf Wohnfragen - Wohnberatungen machten in Wien sogar knapp ein Drittel aus. Die MieterInnen beschwerten sich etwa über undurchsichtige Betriebskostenabrechnungen, zu hoch verrechnete Hauptmietzinse in privaten Altbaumietwohnungen, Maklergebühren und die Thermenreparatur.

2 Von Dienstleistern "gelegt": 16 Prozent der Anfragen drehten sich um Probleme mit Fitnesscentern, Handwerkern oder Partnervermittleragenturen, etwa mangelhafte Leistung oder Probleme bei der Kündigung.

3 Ärger mit Geld & Co: 15 Prozent waren über Finanz- oder Versicherungsthemen auf-gebracht. Rund zwei Drittel dieser Beschwerden betreffen Bankprodukte, ein Drittel Versicherungen. Zumeist geht es um Probleme bei Krediten und im Zahlungsverkehr, etwa hohe Spesen. Ein Dauerthema im Versicherungsbereich sind Kündigungsrechte. Besonderes Gewicht haben Beschwerden über Ablehnungen im Leistungsfall (etwa Unfall-, Haushalt- oder Krankenversicherung), wenn zum Beispiel bei der Haushaltsversicherung die Entschädigung nach einem Einbruch strittig ist. Bei der Lebensversicherung mit Ansparleistung sind enttäuschende Ablaufleistungen ein Ärgernis.

4 Fallen beim Einkaufen: Knapp elf Prozent der Beratungen hatten mit dem Einkaufen zu tun. Beanstandet wurden etwa Lieferverzögerungen, mangelhafte Waren oder nicht akzeptierte Rücktrittsrechte beim Einkauf außerhalb von Geschäftsräumen. Gerne wird das gesetzlich zustehende Gewährleistungsrecht verweigert und auf den Hersteller verwiesen, das ist aber falsch. Für das gesetzliche Gewährleistungsrecht muss der Händler gerade stehen. Regelmäßige Beschwerden gibt's auch über hohe und intransparente Inkassokosten.

5 Probleme mit Handy und Internet: Die Telekomanbieter nervten neun Prozent der Hilfesuchenden. Besonders die Tariferhöhungen waren eine heißes Thema. Obwohl verboten, werden KonsumentInnen weiterhin mit unerbetenen Werbeanrufen belästigt. Oft sind es Betrüger, die die Mitgliedschaft an einer Lottospielgemeinschaft behaupten - freilich kostenpflichtig. Die Betrüger im Netz werden immer trickreicher und professioneller. So erhalten KonsumentInnen etwa Rechnungen wegen eines angeblichen kostenpflichtigen Online-Abos. Besonders gefährlich sind gefälschte E-Mails und Online-Banking-Webseiten, über die sich Betrüger Zugang zum Konto verschaffen wollen. Ein zunehmendes Problem ist auch der Schutz der Privatsphäre im Netz. (Forts.)

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