FPÖ-Kassegger: Seit 2007 herrscht in den Kammern absoluter Stillstand

FPÖ fordert Abschaffung der Mehrfach-Pflichtmitgliedschaften in den Wirtschaftskammern

Wien (OTS) - "Immer wieder kündigt die ÖVP großspurig an, dass im Zuge der umfassenden Reform der Fachorganisationsstruktur die Mehrfachmitgliedschaften in den Kammern maßgeblich reduziert werden -bis heute ist aber nicht wirklich etwas passiert. Die Wurzel allen Übels liegt hier bei SPÖ und ÖVP begraben, die 2007 die drei großen Kammern AK, WKO, und Landwirtschaftskammern in den Verfassungsrang gehoben haben. Seit diesem Beschluss herrscht in den Kammern absoluter Stillstand auf allen Ebenen", kritisierte heute FPÖ-Wirtschaftssprecher NAbg. MMMag. Dr. Axel Kassegger im Zuge des heutigen parlamentarischen Wirtschaftsausschusses.

"Generell ist die FPÖ für eine gänzliche Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in der Wirtschaftskammer. In einem ersten Schritt fordern wir die sofortige Beseitigung der nicht akzeptablen Mehrfach-Zwangsmitgliedschaften in den Fachgruppen bzw. Fachverbänden der Wirtschaftskammern. Derartige ständestaatliche Strukturen haben in der heutigen Zeit nichts mehr verloren", so Kassegger.

"Wenn man sich nämlich die aktuellsten Zahlen aus der WKO-Mitgliederstatistik Ende 2014 ansieht, ist von einer maßgeblichen Reduktion wohl nur wenig zu sehen, denn 92.316 Kammermitglieder haben eine 2-fache Fachgruppenzugehörigkeit, 24.408 Kammermitglieder haben eine 3-fache Fachgruppenzugehörigkeit, 6.997 Kammermitglieder haben eine 4-fache Fachgruppenzugehörigkeit, 2.228 Kammermitglieder haben eine 5-fache Fachgruppenzugehörigkeit, 755 Kammermitglieder haben eine 6-fache Fachgruppenzugehörigkeit und immerhin noch 22 Kammermitglieder sind bei zwölf Fachgruppen Zwangsmitglieder", zählte Kassegger auf.

"Dieser die Unternehmen massiv belastende Umstand führt aber auch dazu, dass selbstverständlich für jede Fachgruppenmitgliedschaft die entsprechende Grundumlage gemäß Paragraph 123 Wirtschaftskammergesetz zu entrichten ist. Durch diese 'erzwungenen' Mehrfachmitgliedschaften werden Wirtschaftskammermitglieder finanziell massiv belastet", betonte Kassegger.

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