Industrie zu Finale der Steuerreform: Appell an standortpolitische Vernunft

IV-GS Neumayer: Nicht am Ende bei Grunderwerbsteuer und KESt-Erhöhung ohne Kompensation falsche Maßnahmen setzen - Wirtschaft braucht Entlastung bei Arbeitszusatzkosten

Wien (OTS/PdI) - "Die in der Endphase der Steuerreformgespräche kolportierte exorbitante Grunderwerbsteuererhöhung wäre ein Angriff auf Arbeitsplätze sowie Familien und das falsche Signal zur falschen Zeit. Es muss dringend an die standortpolitische Vernunft und Verantwortung appelliert werden", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute, Donnerstag. Die Grunderwerbsteuer sei vor weniger als einem Jahr erst angepasst worden. "Diese nunmehr offensichtlich geplante Maßnahme belastet den Generationenwechsel in heimischen Familienbetrieben jetzt noch stärker. Überdies sind Steuern und Abgaben, die sich an einem fiktiven Papierwert orientieren, nicht zu erwirtschaften und unfinanzierbar. Gerade bei der Übergabe von kleinen und mittleren Unternehmen - aber auch beim Einfamilienhaus - würde eine solche Belastung oft fatale Folgen haben", warnte Neumayer.

"Im Finale in der Steuerreform darf es keine zusätzlichen standortschädlichen Maßnahmen geben. Es darf nicht sein, dass Betriebe, Leistungsträger und Familien be- statt entlastet werden", betonte der IV-Generalsekretär. "Privateigentum und Grunderwerb dürfen nicht bestraft, sondern müssen unterstützt werden. Darüber hinaus müssen die Betriebe dringend im Bereich der Arbeitszusatzkosten entlastet werden, um nachhaltig wirtschaften und Arbeitsplätze schaffen zu können. Eine reine Lohnsteuersenkung reicht nicht aus und wird auch die Menschen nicht umfassend entlasten, da die Lohnsteuer nur 12,6 Prozent der Arbeitskosten ausmacht. Die Arbeitszusatzkosten sind die größere Herausforderung als nur die Lohnsteuer. In jedem Fall brauchen wir im Sinne von Standort und damit Arbeitsplätzen dringend Strukturreformen - eine Umverteilung von einer Tasche zur anderen ist völlig kontraproduktiv und trägt zur weiteren schleichenden Erosion des Standorts bei", betonte Neumayer.

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