Milchquote - Stronach/Steinbichler: Rupprechters Maßnahmenpaket ein alter Hut

Wien (OTS) - "Das Maßnahmenpaket ist ein alter Hut und voll mit nichtssagenden Phrasen", kritisiert Team Stronach Landwirtschaftssprecher Leo Steinbichler das 6-Punkte-Programm von Bundesminister Rupprechter für eine zukunftsorientierte Milchwirtschaft. "Warum kommt der Herr Minister erst jetzt drauf, dass die EU-Milchquotenregel ausläuft? Jetzt mit scheinbar unüberlegten Schnellschüssen zu handeln, ist viel zu spät und erinnert einmal mehr an die Quotenverlängerung bei den Rübenbauern bis 2018!", kritisiert Steinbichler.

Exporte nach China und Südkorea seien nicht die Lösung für Österreichs Milchprobleme, so der Team Stronach Mandatar. "Denkt denn dabei auch mal jemand an den ökologischen Fußabdruck?", wundert sich Steinbichler. Auch darüber, woher denn das Geld für die Investitionen für Österreichs Milchbauern kommen soll, um sie "zukunftsfit" zu machen, müsse nachgedacht werden. "Österreichs Milchbetriebe müssen ja schon jetzt auf die Stückkosten schauen. Ein Qualitätskäse kostet im Export 1,25 Euro pro Kilo - der Herr Minister spielt hier bewusst mit den Existenzen kleiner bäuerlicher Betriebe russisches Roulette", kritisiert Steinbichler und fordert ein Hilfspaket für Österreichs Milchbetriebe.

Kopfschütteln erzeugt bei Steinbichler auch die Aussage von Außenwirtschaft Austria-Sprecher Karl Hartleb, wonach der Export von Agrargütern und Lebensmittel seit 1995 von 1,8 auf 9.7 Mrd. Euro gestiegen sei. Diese Rechnung können nicht stimmen, denn "woher kommt denn der Rohstoff, wenn die Produktion in Österreich rückläufig ist?", so Steinbichler, der Bundesminister Rupprechter auffordert, das vom Team Stronach eingebrachte Qualitätsgütesiegelgesetz zu unterstützen und die Vertagungsstrategie zu beenden.

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