Grüne/Lebersorger: „Geheime Finanzpolitik durch gläsernes Rechnungswesen ersetzen!“

Umstellung auf ein transparentes, doppisches Rechnungswesen als wichtiger Bestandteil der Kärntner Haushaltsreform

Klagenfurt (OTS) - "Angesichts der finanziell angespannten Zeiten in Kärnten müssen wir uns der Herausforderung stellen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam konstruktiv an einem Ausweg aus dieser Finanzkrise arbeiten. Wir als Zukunftskoalition haben bereits wichtige Schritte in diese Richtung gesetzt, haben den Gürtel enger geschnallt und sind gerade dabei zukunftsweisende Reformen umzusetzen. Ein Beitrag dazu ist die Umstellung des Rechnungswesens von der Kameralistik auf ein modernes, doppisches System", so der Finanzsprecher der Grünen, LAbg. Reinhard Lebersorger zur Diskussion rund um die Haushaltsreform, für die in der heutigen Landtagssitzung der Grundsatzbeschluss gefasst wurde.

"Durch die Umstellung von der komplizierten, fast nur Verwaltungsexperten verständlichen Kameralistik auf die Doppik nähert sich das Rechungswesen des Landes dem unternehmerischen Rechnungswesen an und wird dadurch verständlicher, transparenter und nachvollziehbarer", so Lebersorger und erklärt weiter: "Das neue Rechnungswesen soll durch die Implementierung des Prinzips der Wirkungsorientierung als Kontroll- und Informationsinstrument aktiv genutzt, die Ressourcen intelligent und zielorientiert eingesetzt werden. Der in Zahlen gegossene politische Wille wird dadurch sichtbar und überprüfbar. Darüber hinaus wird es durch eine verbesserte Kosten- und Leistungsrechnung zur Prozessoptimierung kommen, wodurch auf lange Sicht Kosten eingespart werden."

"Wir wollen weg von der geheimen Zahlenpolitik, welche aufgrund ihrer Undurchsichtigkeit das finanzielle Desaster erst ermöglichte, das Kärnten in eine prekäre wirtschaftliche Lage stürzte. Durch die Einführung eines gläsernen, doppischen Rechnungswesens des Landes Kärnten, sollen die Mittelströme in Zukunft - auch seitens der BürgerInnen - effektiv kontrolliert und transparent eingesehen werden können. BürgerInnen sollen künftig genau prüfen können, wie, wann und wo ihr Steuergeld eingesetzt wird", schließt Lebersorger.

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