Windbüchler/Aslan: Selbstbestimmung statt staatlich verordnete Fortpflanzung

Grüne: Frauenfeindliche Gesetzesvorhaben im Iran verlangen nach Protest

Wien (OTS) - "Die Internationale Gemeinschaft darf neben den Atomverhandlungen nicht auf die Menschenrechts- und Frauenrechtslage im Iran vergessen" sagen Tanja Windbüchler, außenpolitische Sprecherin und Berivan Aslan, Frauensprecherin der Grünen. Wie in einem aktuellen Bericht von Amnesty International ausgeführt wird, drohen zwei neue Gesetzesvorschläge die Selbstbestimmungsrechte der Frauen im Iran weiter gravierend einzuschränken. So soll die Möglichkeit zur Scheidung enorm erschwert, die Inanspruchnahme von Verhütungsmitteln untersagt und Diskriminierungen von kinderlosen Frauen am Arbeitsmarkt weiter verschärft werden.

"Internationaler Druck ist unumgänglich und oft die einzige Möglichkeit, frauenverachtende Bestrebungen zu unterbinden" sagt Aslan und weiter: "Ein Grundproblem dabei ist, dass der Iran nach wie vor die UN-Frauenrechtskonvention nicht unterzeichnet hat".
"Es gibt im Iran mutige Frauen und Frauenrechtsaktivistinnen, die österreichische Unterstützung brauchen", erklärt Windbüchler und weiter: "Das Außenministerium bzw. die österreichische Botschaft haben in der Vergangenheit bereits einige Initiativen gesetzt. Ich rege an, dass es angesichts der aktuellen Entwicklungen weitere geben soll und Frauenrechtsaktivistinnen im Iran vonseiten Österreichs unterstützt werden."

Windbüchler und Aslan fordern deshalb Außenminister Kurz und das Außenministerium auf, sich verstärkt für Frauenrechte im Iran und somit gegen die geplanten Gesetzesänderungen einzusetzen.

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