FPÖ-Obermayr: Arabische Liga kein redlicher Partner im Kampf gegen IS-Terror

Saudi-Arabien und Co. betreiben doppeltes Spiel

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Abstimmung des Europäischen Parlaments zur Zusammenarbeit der EU mit der Liga der Arabischen Staaten, zu denen unter anderem auch Länder wie Saudi-Arabien oder Katar zählen, weist der freiheitliche Mandatar zum Europäischen Parlament Mag. Franz Obermayr auf die Doppelzüngigkeit mancher arabischer Staaten im Kampf gegen den IS- Terror hin: "Bezüglich der Effizienz der Arabischen Liga ist Skepsis angebracht. Sie zeigt ein sehr inhomogenes Bild, wenn es um ihre Haltung zu Extremismus geht. Laut dem Zentrum für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz sind Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate nach wie vor entscheidende Quellen für die Finanzierung des IS. Ähnlich äußerte sich auch das Washingtoner Institut für Nahostpolitik, welches davon ausgeht, dass Kuwait als zentrale Drehscheibe für die Finanzierung islamistischen Terrors dient."

Welcher Ungeist in der Arabischen Liga offensichtlich das Sagen hat, zeigte sich erst zu Beginn dieser Woche anlässlich ihres Treffens, auf dem sich die schwedische Außenministerin Malmström zur Lage der Demokratie und Menschenrechte äußern wollte, und gegen die von Saudi-Arabien ein Redeverbot durchgesetzt wurde.

"Die Expansionslust der salafistischen Saudis ist bereits seit längerer Zeit in Gesamteuropa erkennbar. Die Aktivitäten reichen vom subventionierten Moscheenbau, Förderung fundamentalistischer islamischer Organisationen bis hin zum Eingriff in staatliches Geschehen wie in Bosnien", so Obermayr. "Einen Hoffnungsschimmer hinterließ bei mir der Besuch des jordanischen Königs im Europäischen Parlament, der mit engagierten Worten, als Grundlage für einen erfolgreichen Kampf gegen IS soziale Gerechtigkeit und Respekt gegenüber anderen Religionen einforderte. Ob das allerdings mit den Fundamentalisten in der Arabischen Liga zu machen ist, scheint für mich höchst zweifelhaft", so Obermayr.

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