AKH-Hofer: Betriebsversammlungen gefährden Sicherheit nicht

Bei Ärzteprotesten die Pflege nicht aus den Augen verlieren

Wien (OTS) - "Der Betrieb am AKH ist auch in der Zeit der Betriebsversammlung am Mittwoch reduziert, aber absolut sicher abgelaufen", betonte heute, Donnerstag, der Vorsitzende der Personalvertretung der Gemeindebediensteten im AKH, Wolfgang Hofer. Die Pflegepersonen kümmerten sich um die wartenden Patienten, sodass keine gefährdeten Situationen eintraten.++++

"Bei allem Verständnis für die Proteste der Ärztinnen und Ärzte darf man die Situation der Pflegekräfte im AKH nicht aus den Augen verlieren. Im Spitalsalltag haben sie schon 75 Prozent an Tätigkeiten übernommen, die eigentlich von ÄrztInnen erwartet würden. Der Tagesablauf in der Pflege, deren Dienst um 7 Uhr beginnt und um 19 Uhr endet, ist mindestens genauso stressig", stellte Hofer klar.

Die ohnehin schon viel zu hohe Arbeitsverdichtung in der Pflege nehme außerdem ständig mehr zu. Hofer: "Die Anspannung in diesen Berufsgruppen steigt. Wir brauchen dringend mehr Dienstposten. Außerdem sind Strukturveränderungen und Organisationsänderungen überfällig. Ein dringendes Anliegen sind die Verlagerung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten und vermehrte Unterstützung bei Administrationsaufgaben."

"Die Übernahme von zusätzlichen Tätigkeiten wie zum Beispiel Blutabnahmen, Infusionen oder die Verabreichung von Injektionen wird sicher viele Ärztearbeitsstunden sparen. Aber die Ärztedienstzeitprobleme und die Ärzteausbildung löst man so nicht", schloss Hofer.

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Personalvertretung der Gemeindebediensteten im AKH
Wolfgang Hofer
Tel:(01)40400-13900

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