Kriminalitätsentwicklung Wien 2014

Wien (OTS) - Entwicklung der Gesamtkriminalität

Die Gesamtanzahl der angezeigten Delikte ist von 212.566 im Jahr 2013 auf 202.426 im Jahr 2014 zurückgegangen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 10.000 Anzeigen (-4,7%).

Die Aufklärungsquote ist im selben Zeitraum von 35,2 % auf 34,7 % zurückgegangen, dies entspricht einer Abnahme von -0,5 %. Dies bedeutet aber im Vergleich zu früheren Jahren, etwa 27,9 % im Jahr 2005, noch immer einen relativ hohen Wert.

Entwicklung der Big Five
Die Anzahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen u. Wohnhäuser hat von 8.707 Fällen im Jahr 2013 auf 8.907 Fälle im Jahr 2014 zugenommen (+2,3 %).
Zum Vergleich: im Jahr 2005 betrug die Anzahl der Einbruchsdiebstähle in Wohnungen und Wohnhäuser noch 12.973.
Die Anzahl der Diebstähle von Kraftfahrzeugen (PKW, LKW, Krafträder) ist von 2.212 im Jahr 2013 auf 1.777 (-19,7 %) zurückgegangen. Die Anzahl der PKW-Diebstähle ist von 1.432 Fällen des Jahres 2013 auf 945 Fälle im Jahr 2014 (-34,0 %) zurückgegangen.
Im Bereich der Gewaltkriminalität ist die Anzahl der Anzeigen sowohl bei vorsätzlicher Tötung (inklusive Versuche) als auch bei vorsätzlicher Körperverletzung und bei ausgewählten Sexualdelikten zurückgegangen.
Bei den vollendeten vorsätzlichen Tötungsdelikten gab es mit 9 Fällen im Jahr 2014 die geringste Anzahl seit Jahrzehnten. Wie schon in den letzten Jahren wurde hier auch 2014 eine Aufklärungsquote von 100 % erreicht.
Im Bereich Cybercrime ist die Anzahl der angezeigten Fälle von 3.389 auf 2.184 (somit um -35,6 %) zurückgegangen. So hat etwa die Anzahl der Anzeigen wegen Internetbetruges von 2.695 auf 1.602 (um -40,6 %) abgenommen.
Im Bereich Wirtschaftskriminalität gab es von 20.725 Fällen des Jahres 2013 einen Rückgang auf 17.706 (-14,6 %) im Jahr 2014.
Im Bereich Raubdelikte konnte ebenfalls ein Rückgang der Anzeigen sowohl beim Raub von 1650 im Jahre 2013 auf 1491 im Jahre 2014 als auch beim schweren Raub von 718 im Jahre 2013 auf 596 im Jahre 2014 erzielt werden. In den meisten Bereichen des Geschäftsraubes, etwa bei Juwelier- u. Tankstellenrauben, wurden Rückgänge erzielt.

Umgesetzte Maßnahmen 2014
Dem Phänomen der Wohnraumeinbrüche wurde einerseits durch intensive kriminalpolizeiliche Beratung (Einzelberatungen, Einsatz des Beratungscontainers, Präventionsmaßnahmen im kommunalen Wohnbau), andererseits durch verstärkte Präsenz von uniformierten und zivilen Kräften an den jeweiligen Brennpunkten, andererseits durch Intensivierung der Spurensicherung und konzentrierte Intensivtäterermittlungen und Faktenzusammenführung entgegengewirkt. Bewährt hat sich die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Ermittlungsgruppen und der EGS. So konnten etwa am 19.10.2014 zwei Intensivtäter aus Georgien auf frischer Tat nach einem Wohnungs-ED festgenommen und ihnen letztlich 102 Wohnungseinbrüche nachgewiesen werden.
Im Bereich Taschendiebstahl wurden die Ermittlungen gegen jugendliche bzw. angebliche unmündige Mädchen konzentriert geführt und international abgestimmt. Dadurch konnten hunderte Fakten geklärt werden.
Im Bereich Straßenraub durch Jugendbanden konnten durch die neu eingerichtete Ermittlungseinheit gegen Bandenkriminalität zahlreiche Täter festgenommen und Fakten geklärt werden.

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