Aktienforum: Nein zu Belastungspaket für Kapitalmarkt und Sparer

Präsident Ottel: KESt-Anhebung als "Reichensteuer" zu verkaufen ist politische Märchengeschichte - Rund 20 Prozent der Österreicher besitzen Form von Wertpapieren

Wien (OTS) - Das Aktienforum spricht sich vehement gegen jede weitere Belastung des Kapitalmarkts und seiner Privatanleger aus. "Eine Anhebung der KESt hätte eine äußerst negative Signalwirkung auf Unternehmen und den heimischen Kapitalmarkt", so der Präsident des Aktienforums Robert Ottel heute, Donnerstag.

"Der Politik muss klar kommuniziert werden, dass damit auch der Mittelstand massiv belastet würde, da rund 20 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher Wertpapiere besitzen", betont Ottel vor dem Hintergrund einer IMAS-Studie aus 2014, die die verschiedenen Formen der Geldanlage der Österreicher auflistet. "Jemand, der für seine Pension vorsorgt, ist ebenso betroffen, wie Aktionäre börsennotierter Unternehmen, aber auch Eigentümer kleinerer GmbHs", so Ottel.

Eine ausschließliche Anhebung der Besteuerung auf die Erträge von Wertpapieren oder Anteilen an Unternehmen wäre ein besonders deutliches Signal gegen den Kapitalmarkt: "Wenn man die KESt je nach Anlageform unterschiedlich ausformt, wird das klar als Zeichen gegen Risikokapital und Unternehmertum verstanden. Aber es lässt sich dann wohl populärer verkaufen", so Ottel. "Anstatt in diesem Bereich in Österreich weiter an der Belastungsschraube zu drehen, erwarte ich mir von der Politik ein ganz klares Bekenntnis zum heimischen Kapitalmarkt samt seiner Notwendigkeit für den Standort Österreich", betont Ottel.

Neben den längst fälligen ausgabenseitigen Maßnahmen sieht Ottel auf der Einnahmenseite bei einer höheren Grundsteuer den geringsten Schaden. "Eine Erhöhung der Grundsteuern wäre noch am wenigsten wachstums- und beschäftigungsfeindlich", so der Aktienforum-Präsident.

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