CARE zum 4. Jahrestag der Syrien-Krise: Leben in Finsternis

Die Zahlen sind erschütternd: Mehr als 200.000 Tote und elf Millionen Vertriebene. Die andauernde Gewalt hat zudem die Infrastruktur in weiten Teilen Syriens vernichtet.

Wien (OTS) - Rund die Hälfte der Bevölkerung musste ihr Zuhause zurücklassen. Stromversorgung gibt es kaum mehr: 83 Prozent Syriens liegen in Dunkelheit, seit der Konflikt vor vier Jahren ausgebrochen ist.

"Die Menschen in Syrien sitzen zusätzlich zu all dem Leid, das sie ertragen müssen, buchstäblich im Finstern", sagt Andrea Wagner-Hager, Geschäftsführerin von CARE Österreich. In den am schlimmsten betroffenen Gebieten wie Aleppo sind 97 Prozent der Beleuchtung erloschen, wie Wissenschaftler der Wuhan Universität in China bei der Auswertung von Satellitenbildern aus Syrien herausgefunden haben -siehe dazu die #withSyria-Koalition aus 130 NGOs, darunter CARE:
www.withsyria.com

Häuser, Schulen, Straßen und Krankenhäuser wurden dem Erdboden gleichgemacht. "Wir treten in das fünfte Jahr dieser Krise ein. Das Ausmaß der Verzweiflung und Zerstörung in Syrien ist unermesslich und es ist kein Ende in Sicht", sagt Wagner-Hager.

CARE fordert die internationale Gemeinschaft auf, schnellstmöglich eine friedliche politische Lösung zu finden. Alle Konfliktparteien sind aufgerufen, die Angriffe auf Zivilisten einzustellen und lebenswichtige Hilfe zu den Menschen durchzulassen.

"Die syrische Bevölkerung darf nicht vergessen werden. Wir müssen alles dafür tun, damit die Menschen Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten", so Wagner-Hager. Im letzten Jahr hat der UN-Sicherheitsrat drei Resolutionen verabschiedet, die Schutz und Unterstützung für Zivilisten in Syrien sichern sollen. Seither sind weitere tausende SyrerInnen ums Leben gekommen.

Mehr und mehr Menschen sind vor der Gewalt auf der Flucht und benötigen Hilfe dringender als je zuvor. Vor allem Kinder leiden:
Viele sind vom Krieg traumatisiert. Weil rund 40 Prozent der Kinder in Syrien nicht mehr in die Schule gehen können, steht auch ihre Zukunft auf dem Spiel.

CARE versorgt syrische Flüchtlinge in Jordanien, im Libanon, der Türkei, im Jemen und in Ägypten. Rund drei Viertel sind Frauen und Kinder. Bisher haben rund 800.000 Menschen von CARE Hilfe erhalten, wie zum Beispiel Bargeld, Winterkleidung, Matratzen, Decken, Heizgeräte und Gutscheine für den Kauf von Lebensmitteln. CARE stellt den Zugang zu Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen sicher. Damit sie das Trauma von Krieg und Flucht verarbeiten können, bekommen die Flüchtlinge auch psychosoziale Betreuung.

FOTOS "Inside Syria":
https://www.flickr.com/photos/careoesterreich/sets/72157648971037773/

CARE bittet um Spenden für die syrischen Flüchtlinge: IBAN AT77 6000 0000 0123 6000

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