Gegenwart und Zukunft der Universitätssammlungen

Die aktuelle Ausgabe von "neues museum. Die österreichische Museumszeitschrift" nach.

Graz (OTS) - Viele Universitäten unterhalten Sammlungen, die zum Teil bereits im 19. Jahrhundert öffentlich zugänglich waren, zum Teil aber ausschließlich Wissenschaft und Unterricht dienten. Wo liegt die Zukunft dieser Sammlungen? Welche Gemeinsamkeiten haben universitäre und museale Sammlungen?

Die Objektbestände der Universitäten sind facettenreich, einen Einblick gibt das Blog dingwelten.at - 1001 Objekte, die die Welt bedeuten (www.dingwelten.at/?cat=12).

Die universitären Bestände haben viel Potenzial und bieten mannigfaltige Möglichkeiten, Wissen zu generieren und zu vermitteln, nicht immer aber ist man sich dessen bewusst (Bettina Habsburg-Lothringen, Universalmuseum Joanneum, Graz), auch die Gefahr der Selbsthistorisierung gilt es zu überwinden, um den Anschluss an die Gegenwart und ihre Themen nicht zu verlieren (Hendrik Baumbach, Philipps-Universität Marburg). Eine Option der Öffentlichkeit ist das Zeigen von Ausstellungen (Martina Dlugaiczyk, Universität Trier), am besten mit den Studierenden (Frank Dürr & Ernst Seidl, Museum der Universität Tübingen). Das ist auch die Zukunftsvision des Grazer Uni@Museum (Nikolaus Reisinger & Peter Scherrer, Universität Graz), die ihren Studiengang "Allgemeine Museologie" als Nachwuchsschmiede sehen. Präsenz durch Leihgaben in anderen Museen und Ausstellungen sorgen für die Sichtbarkeit der Bestände an der Universität Wien (Claudia Feigl) und der Universität für angewandte Kunst Wien (Patrick Werkner).

In Deutschland wurde für die Belange und zur Unterstützung der Unisammlungen die "Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland" (Cornelia Weber & Sarah Elena Link) gegründet, davon ist man in Österreich weit entfernt, wie auch der Bericht aus dem Josephinum deutlich macht: "Universitäre Sammlungen haben keine Lobby: Sie sind weder ein Museum sui generis, unterstehen in Österreich nicht dem Kulturressort, noch sind sie eine rein wissenschaftliche Institution, sondern eben nur ein Teil einer solchen. Sie werden vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft mitbetreut, ohne dass dort aber jemand konkret für die vielen speziellen Fragen zuständig ist. Im Rahmen der Leistungsvereinbarungen zwischen Universität und Ministerium müssen die Belange der Sammlungen und ihrer Bedürfnisse u. a. mit den Bedürfnissen des Curriculums und der Studierenden sowie mit den Notwendigkeiten der Forschung (ob das - im Falle medizinischer Universitäten - nun für die Vorklinik oder patientenbezogene Forschung gilt) in Wettstreit treten. Und natürlich werden in der Regel die Bedürfnisse der Sammlungen - verständlicherweise - nicht prioritär behandelt." (Christiane Druml, Dominika Flomyn, Moritz Stipsicz).

Außerdem ein Rückblick zum Österreichischen Museumstag 2014 "Die Gegenwart als Chance", "Erdöl" neu im Technischen Museum Wien, ein Interview mit Besucherforscher John Falk - das und noch viel mehr in der neuen Ausgabe "neues Museum": www.museumsbund.at/neues_museum!

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