Eurowischn Putz Contest: „Shit, des ist ka Hit!“

Sima startet Sauberkeitsoffensive 2015 im Zeichen des Eurovisions Song Contests

Wien (OTS) - In Anlehnung an den im Mai in Wien stattfindenden Eurovisions Song Contest stehen sowohl die aktuelle Sauberkeitskampagne der Stadt Wien als auch die große Frühjahrsputzkampagne heuer unter dem Motto "Eurowischn Putz Contest".

"Wien zeigt sich auch in Sachen Sauberkeit von seiner schönsten Seite. Dies ist international bekannt und das soll auch so bleiben. Daher erinnern wir nach den Wintermonaten wie jedes Frühjahr mit witzigen und provokanten Sprüchen an die Sauberkeitsspielregeln und daran, dass die WasteWatcher Verfehlungen strafen", so Umweltstadträtin Ulli Sima bei der Präsentation der aktuellen Info-Offensive.

Mit der diesjährigen Sauberkeitskampagne werden "Schmutzfinke" mit musikalisch angehauchten Slogans zur Einhaltung der Sauberkeitsspielregeln angehalten. Im Zentrum stehen Hundekot, Tschickstummel und das Taubenfüttern. "Wir ahnden alle Sauberkeitsverfehlungen und der Großteil der Wienerinnen und Wiener hält sich an die Spielregeln", bedankt sich Sima.

Ka tolles Publikum! Tauben-Schwerpunkt: Neues YouTube-Video zu Konsequenzen des Taubenfütterns mit Essensresten

Einer der aktuellen Schwerpunkte ist die Verunreinigung des öffentlichen Raums mit Essensresten. "Es ist falsch verstandener Tierschutz, die Tauben mit menschlichen Essensresten zu füttern, zudem ist es inakzeptabel, Brot, Pizzaschnitten, Nudeln & Ähnliches in Parkflächen und auf Gehsteige zu werfen", so Sima. Etliche Parkflächen sind mittlerweilen unbenutzbar geworden.

Wiens Tierschutzombudsfrau Eva Persy ergänzt: "Tauben leiden oft an missverstandener Tierliebe und damit verbunden unter falscher Fütterung. Menschliche Nahrung - wie Brot und Semmeln - ist für die Tauben ungeeignet. Sie führt bei diesen zu Durchfällen. Besonders schädlich ist dabei das Füttern von Speiseresten.

Mit den Infoschildern "Wer Tauben füttert, füttert Ratten an den "Tauben-hot-Spots" informiert die Stadt Wien daher bereits seit letzten Jahr über die Konsequenzen des Ausbringens von Speiseresten, altem Brot und ähnlichem im öffentlichen Raum. Heuer wird diese Aktion fortgeführt.

Ein eigener YouTube-Spot (auf www.youtube.com/user/saubere48er) zeigt beeindruckend die Konsequenzen, welche durch das Ausstreuen von Essensresten entsteht: Vom scheinbar harmlosen und gut gemeinten Füttern von Tauben mit Semmelresten werden in der Nacht Ratten angelockt. Speisereste gehören in den Bio- oder Restmüll, keinesfalls auf die Straße, auf Gehsteige oder in Grün- oder Parkanlagen!", betont Sima.

Die Verunreinigungen durch das Ausstreuen von Essensresten werden von den WasteWatchern geahndet. Bisher wurden rund 100 Amtshandlungen im Bereich dieser Verunreinigungen durchgeführt und über 150 Informationsgespräche geführt.

Tauben können sich in der Großstadt gut behaupten, weil sie hier ohnehin jede Menge Futter finden, zusätzliches füttern ist nicht nötig. Viele kranke und verletzte Tiere sind das Ergebnis nicht artgerechter und übermäßiger Fütterungen. Neben dem gesundheitlichen Aspekt kommt auch noch die Tatsache dazu, dass sich Tauben bei übermäßigem und falschem füttern auch übermäßig vermehren. Grundsätzlich kann ein Taubenpaar im Jahr bis zu 12 Junge großziehen, die ihrerseits nach einem halben Jahr geschlechtsreif werden. Diese Zunahme an Tauben in der Großstadt führt zu einem starken Konkurrenzkampf der Tauben an den immer weniger werdenden Nistplätzen. An diesen entstehen "slumartige" Bedingungen mit hohem Parasiten- und Infektionsdruck. Unterlässt man das Füttern, wird sich die Anzahl der gesunden Tauben auf ein natürliches und tierschutzverträgliches Maß reduzieren, erläutert die Tierschutzombudsfrau.

Umwelt- und Tierschutzstadträtin Ulli Sima appelliert daher an die Tierfreundinnen und Tierfreunde, das Ausbringen von Essensresten zu unterlassen, weil man den Tieren damit einfach nichts Gutes tut und noch dazu die Stadt verschmutzt.

Shit, des ist ka Hit! Hundekot am Schuh! Applaus für täglich 60.000 Hundekotsackerln in Wiens Mistkübeln

Für den Großteil der HundebesitzerInnnen ist es mittlerweilen eine Selbstverständlichkeit, Hundekot wegzuräumen. Vor einigen Jahren noch war dieser Anblick noch mehr als exotisch. Die Hundebesitzer nehmen das breite Angebot an Gratis-Sackerl gut an, es gibt bereits über 3.160 Gratis-Sackerl-Automaten. Knapp 60.000 mit "eindeutigem Inhalt" gefüllte Hundekotsackerl finden sich täglich in Wiens Mistkübeln, was eine aktuelle Studie vom Technischen Büro Hauer unter Beweis stellt. "Die HundehalterInnen halten sich mittlerweilen vorbildlich an die Spielregeln und entsorgen die Hinterlassenschafter ihrer Vierbeiner -und die wenigen die es noch immer nicht tun, werden von den WasteWatchern gestraft", so Umweltstadträtin Ulli Sima, die sich an dieser Stelle bei Wiens Hundehalterinnen und Hundehaltern bedankt.

Bei an die 61.000 gemeldeten Hunden in der Millionenstadt ist dies eine echte Erfolgsgeschichte. Jährlich landen somit 21,8 Mio. Sackerl mit Hundekot in einer der 24.000 öffentlichen Papierkörben in Wien.

Tschick am Boden? Dafür gibt’s kann Applaus. Für 100 Millionen Zigarettenstummeln im Aschenbecher hingegen schon!

Mit der Frage "Host an Tschick?" gebrandete Aschenrohre machen es den Raucherinnen und Rauchern einfach, ihre Zigarettenreste ordnungsgemäß zu entsorgen. Landeten im Jahr 2009 nur etwa 6,65 Millionen Stück pro Jahr in den praktischen Aschenbechern, so sind dies heuer bereits rund 100 Millionen Zigarettenstummel. Damit hat sich die Anzahl an ordnungsgemäß entsorgten Zigarettenstummeln von 2009 auf 2014 um das Fünfzehnfache gesteigert. Es gibt über 18.000 Papierkörbe mit Aschenbecher und rund 1.200 freistehende Aschenrohre der MA 48 im öffentlichen Raum, in die man die Zigarettenstummel bequem entsorgen kann.

7 Jahre WasteWatcher - ein Erfolgsmodell

Die Stadt Wien baute in den letzten Jahren das Angebot stetig aus und kontrolliert die Sauberkeitsspielregeln konsequent. Seit 7 Jahren sind die WasteWatcher im Einsatz und erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Sie haben bislang 42.000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit getätigt. Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete MitarbeiterInnen bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in zivil unterwegs.

Das Serviceangebot im Überblick - kein Grund für Ausreden

"Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit! hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll in den letzten Jahren ständig ausgebaut, es gibt keine Ausreden", betont Josef Thon, Chef der MA 48.

Es gibt in Wien

o über 3.160 Hundesackerlautomaten mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl" o über 24.000 öffentliche Papierkörbe von der MA 42 und der MA 48 in den Parks und auf den Gehsteigen, davon über 18.000 mit Aschenbechern

o zusätzlich ca. 1.200 freistehende Aschenrohre bei anderen hochfrequentierten Plätzen wie bei U-Bahnen oder vor Theatern, sowie etliche Aschenrohre in den Parks der MA 42
o 18 Wiener Mistplätzen zur kostenlosen Abgabe von Sperrmüll und Co. o über 210.000 Altstoffsammelbehälter für die getrennte Sammlung o das gesamte Angebot der MA 48 im Onlinestadtplan der Stadt Wien (www.wien.gv.at/stadtplan, Karteninhalt "Saubere Stadt")
o zusätzlich das gesamte Angebot der MA 48 auch mobil mit der kostenlosen 48er-App für Android- und iOS-Endgeräte
o bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Sauberkeit:
- Eurowischn Putz Contest, die große Mitmachaktion heuer vom 20. April bis zum 4. Mai
- Mistfest am 19. und 20. September in Hernals
- Mistmeisterschaften für Volksschulklassen vom Februar bis Mai 2015 - Ferienspiel auf der Deponie Rautenweg im Juli und August 2015
- Programm für Kindergärten zum Thema Anti-Littering
- Infos zum Angebot für Kindergärten und Schulen auf www.eule-wien.at

- Infos zur aktuellen MA 48-Kampagne auf www.abfall.wien.at (inklusive YouTube-Film zum Tauben-Ratten-Füttern)

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragen & Kontakt:

Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
Telefon: 01 4000-81353
Mobil: 0664 16 58 655
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
www.umweltmusterstadt.wien.at

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