ÖBB: RH-Bericht unterstreicht deutliche Reduktion bei Pensionierungen

Maßnahmen sind "zweckmäßig und angemessen" - RH-Empfehlung an ÖBB wird umgesetzt

Wien (OTS) - Der Rechnungshof anerkennt in seinem aktuellen Bericht die Bemühungen des Unternehmens und attestiert die umfassende Ausschöpfung der durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgegebenen Möglichkeiten durch das Management. So konnte unter anderem die Gesamtzahl der Pensionierungen vom Spitzenwert aus dem Jahr 2006 mit 2.971 Pensionierungen um über 80 Prozent auf 509 Pensionierungen im Jahr 2014 gesenkt werden.

Explizit positiv hebt der RH die Abschaffung der Organisatorischen Pensionierung, den sogenannten "Frühpensionierungen", im Jahr 2012 hervor. In den Jahren 2004 bis 2011 wurden insgesamt 8.552 Mitarbeiterinnen nach dieser Bestimmung in den Ruhestand versetzt. Der Spitzenwert 2006 betrug 1.921 Pensionierungen und verursachte dem Bund, der die Kosten für die Pensionen der Bundesbahner zu tragen hat, daraus eine zusätzliche Pensionslast von insgesamt 843 Mio. EUR. Seit 2012 sind der Republik aus diesem Titel keine weiteren Kosten entstanden.

Die ÖBB halten auch fest, dass definitiv Gestellte und damit unkündbare Eisenbahner, seit dem Jahr 2000 über eine Milliarde Euro an Arbeitslosenversicherungsbeiträgen einbezahlt haben, ohne dass dem eine Gegenleistung gegenüber steht.

Zum vom Rechnungshof kritisch bewerteten Durchschnittsalter bei den Ruhestandsversetzungen weisen die ÖBB darauf hin, dass nur eine getrennte Betrachtung der einzelnen Pensionierungsarten sinnvoll sei, da die reine Addition der krankheitsbedingten sowie der altersbedingten Ruhestandsversetzungen, aufgrund der deutlich größeren Anzahl an krankheitsbedingten Pensionierungen naturgemäß einen relativ niedrigen Durchschnittswert ergibt.

Pensionsentwicklung 2013 & 2014

Betrachtet man die unterschiedlichen Pensionsarten, zeigt sich ein differenziertes Bild. Die ÖBB haben im Jahr 2014 das altersbedingte Pensionsantrittsalter weiter gesteigert. Mit 59,4 Jahren (2013: 59 Jahre) liegt das Unternehmen knapp am ASVG Pensionsantrittsalter, das im vergangenen Jahr mit 61,2 Jahren (2013: 60,7) nur 8 Monate über dem ÖBB Wert lag.
Die Gesamtzahl der Pensionierungen ist im Jahresvergleich um knapp 11% von 572 auf 509 gesunken, relevant ist dabei die Zusammensetzung:
Waren 2013 noch 531 krankheitsbedingte Pensionierungen zu verzeichnen, sind es 2014 mit 410 deutlich weniger. Das ist ein Minus von über 20% Prozent. Die altersbedingten Pensionierungen haben sich hingegen mehr als verdoppelt: von 41 (2013) auf 99 (2014).

Auch bei den krankheitsbedingten Ruhestandsversetzungen, konnte das Antrittsalter 2014 um sieben Monate, von 52,2 auf 52,9 Jahre, erhöht werden. 2013 lag das Unternehmen mit 52,2 Jahren beim krankheitsbedingten Antrittsalter sogar über dem ASVG mit 51,6 Jahren. (Quelle: "Die österreichische Sozialversicherung in Zahlen, 32. Ausgabe März 2014).

Umfangreiches Maßnahmenpaket zur Hebung des Pensionsantrittsalters

Der Rechnungshof hebt in seinem aktuellen Bericht explizit die seitens der ÖBB bereits eingeleiteten Maßnahmen betreffend "Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Bediensteten" positiv hervor und geht davon aus, dass "diese Maßnahmen eine Erhöhung des durchschnittlichen Pensionsantrittsalters - bei krankheitsbedingten Pensionierungen - mit sich bringen werden".

Die seitens des Rechnungshofs ausgesprochenen Empfehlung an den ÖBB Konzern, wonach "das Projekt der altersgerechten Teilzeitarbeit einer jährlichen Evaluierung unterzogen werden soll, um eine allfällig erforderliche Weiterentwicklung rechtzeitig durchführen zu können", wird das Unternehmen selbstverständlich weiterführen und umsetzen.

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