FP-Jung: Österreichisches Islamgesetz ist keine "innertürkische Angelegenheit"

Schluss mit türkischer Wahlwerbung in Österreich und überheblichen Politikerauftritten aus der Türkei

Wien (OTS/fpd ) - Laut APA-Meldung verbat sich der AKP-Abgeordnete und "Vizepräsident des Auswärtigen Amts" Metin Külünk jede Einmischung in innertürkische Staatsangelegenheiten durch das neue Islamgesetz. Im Zuge einer "Wahlwerbetour" für seine Partei in Wien bezeichnete er die Regelung, welche die Finanzierung von Religionslehrern aus dem Ausland zu verbieten, als "Eingriff in innertürkischen Fragen sie wären seine Staatsbürger"! Diese provokante Ausdrucksweise wählte er offenbar bewusst, denn er merkte an, diese Worte würden den österreichischen Außenminister "vom Hocker werfen". Starke Worte für einen Gast.

"Kurz muss seine Hockerqualitäten selbst beweisen, aber ein derartig impertinenter Auftritt wie dieser darf nicht ohne entsprechende Zurechtweisung erfolgen. Külünk gibt mit seiner Aufforderung zum Schluss mit dem Euroislam allen Bemühungen eine europäisch-verträgliche Variante des Islam zu leben einen schweren Rückschlag. Er leistet integrationswilligen Muslimen damit einen Bärendienst", kritisiert der freiheitliche Integrationssprecher LAbg. Mag. Wolfgang Jung diesen Auftritt.

Die Forderung, damit aufzuhören "Moscheen wie Kirchen zu handhaben" lässt ebenfalls aufhorchen. "Sie nährt den Verdacht, dass diese immer mehr zu politischen Zentren werden. Man muss sich überhaupt fragen, mit welcher rechtlichen Deckung Wahlauftritte von Politkern aus Nicht-EU-Staaten bei uns erfolgen. Wir wollen nicht, dass innerstaatliche Auseinandersetzungen fremder Länder nach Österreich hereingetragen werden. Wir brauchen weder den Konflikt Türken gegen Kurden in Österreich, noch eine gewalttätige Austragung eines Religionskrieges um Ali und die Nachfolge Mohameds zwischen Schiiten und Sunniten", schließt der freiheitliche Politiker.

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