Verkehrswirtschaft braucht vernünftige, zukunftsweisende Verlagerungskonzepte und sinnvolle Anreize

Klacska an Gewerkschaft: Utopien und Belastungen helfen nicht weiter

Wien (OTS) - Die heimische Verkehrswirtschaft begrüßt den gestern erzielten Kompromiss zu den Gigalinern. "Die Verkehrswirtschaft braucht vernünftige, nachhaltige Lösungen und Konzepte auf dem Boden der Realität sowie wirksame Anreize, wenn wir über die Verlagerung von der Straße auf die Schiene sprechen wollen. Wir fordern daher etwa aerodynamische Verbesserungen bei der Form von Lkw, die zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs führen", hält Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, fest.
Ein weiterer sinnvoller Ansatz wäre die Erhöhung der kranbaren Sattelaufleger auf 41 Tonnen hzG. Um den Einsatzbereich der Huckepack-Sattelanhänger zu erweitern, die Verladung auf die Schiene zu steigern und somit die Investition für Unternehmen rentabler zu gestalten, solle das höchstzulässige Gesamtgewicht bei deren Einsatz generell auf 41t angehoben werden. "Das wäre eine effektive Maßnahme mit messbarem Erfolg - im Gegensatz zu manchen kontraproduktiven Ideen, die auch noch Steuermillionen verschlingen würden", so Klacska mit Verweis auf Vorstöße der Gewerkschaft.
Grundsätzlich seien manche Ideen nur ins Reich der Utopien zu verweisen, so der Branchensprecher: "Es bringt niemanden weiter, wenn manche gebetsmühlenartig und undifferenziert die Verlagerung von der Straße auf die Schiene fordern und dabei jeglichen Bezug zur Realität ignorieren. Ohne Infrastruktur und sinnvolle Anreize zur Verlagerung von der Straße auf die Schiene führen sich manche Ideen ad absurdum. Ist den Gewerkschaftern bewusst, wie viele Güterbahnhöfe in der letzten Zeit geschlossen wurden? Und wie will die Gewerkschaft etwa an der Grenze Nickelsdorf türkische Transit-Lkw auf die Schiene bekommen? Wir schaden durch Restriktionen in Österreich nur unseren eigenen Unternehmen, bekommen aber ausländische Transit-Lkw dadurch nicht auf die Schiene."

Abgesehen von realitätsfremden Ansätzen würden uns manche Vorstöße teuer zu stehen kommen, warnt Klacska: "Es ist bedauerlich, dass sich die Arbeitnehmervertretung offenbar von den Interessen ihrer Mitglieder verabschiedet hat und als parteipolitisches Anhängsel zu fungieren scheint. Anders sind ihre Argumente für mich nicht erklärbar, denn wer eine flächendeckende Lkw-Maut und eine höhere Besteuerung des Standorts Österreich fordert, arbeitet aktiv gegen Arbeitnehmerinteressen". (PWK177/PM)

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