Mitterlehner: "Made in Austria" ist weltweit stärker gefragt denn je

Ausfuhren auf neuen Höchstwert gestiegen - Internationalisierungs-Offensive unterstützt Erschließung von Zukunftsmärkten - Handelsbilanzdefizit mehr als halbiert

Wien (OTS/BMWFW) - Österreichs Exportwirtschaft hat im Vorjahr 127,9 Milliarden Euro exportiert und damit den vierten Exportrekord in Folge erzielt. "Das zeigt die Stärke und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Exportbetriebe, die wir mit unserer Internationalisierungsoffensive 'go international' gezielt unterstützen. Unsere Exportwirtschaft ist auch in schwierigen Zeiten eine wichtige Konjunkturstütze und sichert Wachstum und Arbeitsplätze im Land", sagt Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich der am Mittwoch veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria. 2014 ist das Waren-Exportvolumen um 1,7 Prozent gewachsen, zudem wurde das Handelsbilanzdefizit mehr als halbiert. "Angesichts der vielen geopolitischen Unsicherheiten und der eingetrübten Konjunktur ist diese Exportbilanz ein positives Signal, das auch die wirtschaftliche Stimmung verbessern sollte. Weiteren Rückenwind liefert der schwächere Euro", so Mitterlehner. Gemäß WIFO-Prognose vom Dezember 2014 sollen die Warenexporte heuer mit einem Plus von 1,5 Prozent weiter steigen.

Besonders gut entwickelt hat sich der Handel mit Drittstaaten, worauf auch der Fokus von "go international" liegt. Heimische Unternehmen haben in die Märkte außerhalb der Europäischen Union im Vorjahr fast 40 Milliarden Euro exportiert. Das Plus lag bei 2,1 Prozent und damit über dem globalen Durchschnitt. Auch die Handelsbilanz war positiv. "Aufgrund des schwächeren Wachstums in Europa müssen wir die Diversifikation weiter forcieren. Wir müssen mit neuen Produkten und Dienstleistungen dorthin gehen, wo das stärkste Wachstum ist, ohne die traditionellen Märkte zu vernachlässigen", so Mitterlehner. Auch der langfristige Trend stimmt: Der Anteil der Exporte in Drittstaaten ist von 27,4 Prozent im Jahr 2009 auf 31,2 Prozent im Jahr 2014 gestiegen. Überdurchschnittliche Zuwächse gab es vor allem in den nordamerikanischen Raum. Die Ausfuhren in die USA und Kanada sind im Vorjahr jeweils um mehr als zehn Prozent gestiegen. "Das unterstreicht das Potenzial und die Bedeutung gut gemachter EU-Freihandelsabkommen für ein Exportland wie Österreich", betont Mitterlehner.

"Stark im Aufwind sind auch die Exporte nach China, das Russland im Export-Ranking überholt hat und erstmals auf Platz zehn liegt", verweist Mitterlehner auf das Plus von 7,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. "Eine stärkere Diversifikation verteilt auch das Risiko besser, wenn es im Handel mit einzelnen Märkten wie etwa Russland zu Einbrüchen kommt", so Mitterlehner. Denn die Exporte in die Russische Föderation sind insbesondere aufgrund der Folgen der Ukraine-Krise um acht Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesunken. Zur Unterstützung wurde die Internationalisierungsoffensive aufgestockt, damit betroffene Betriebe noch stärker alternative Auslandsmärkte bearbeiten können. Zusätzlich bietet die Förderbank aws spezielle Überbrückungsgarantien für Betriebsmittelkredite an. Damit können zum Beispiel neue Kundenaufträge in alternativen Märkten vorfinanziert werden.

Über die Initiative "go international"

Die Maßnahmen und Angebote von "go international", einer gemeinsamen Initiative von Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer Österreich (WKO) unterstützen vor allem Klein- und Mittelbetriebe beim ersten Schritt in den Export, bei der Erschließung von Zukunftsmärkten und der Vermarktung ihrer Innovationen. Weitere IO-Instrumente sind die Unterstützung des Besuchs wichtiger Branchentreffs, von Kongressen und Messen sowie die Teilnahme an Forschungskooperationen. Neben Marktstudien werden auch Rechtsberatungen und Risikoanalysen durchgeführt und den Unternehmen angeboten. Alle Infos dazu finden sich auf www.go-international.at.

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