Freund zu Energieunion: Heizen muss billiger werden

SPÖ-EU-Abgeordneter will EU-weite Ausgaben für Energieimporte von 400 Mrd. Euro reduzieren - Fokus auf Vollendung des Energiebinnenmarkts und Energieeffizienz im Gebäudesektor

Wien (OTS/SK) - Anlässlich der am Mittwoch stattfindenden Aussprache im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg drängt SPÖ-Europaabgeordneter Eugen Freund auf eine rasche und ernsthafte Umsetzung einer europäischen Energieunion. "Wir brauchen eine engere Zusammenarbeit der 28 EU-Mitgliedstaaten im Bereich der Energieversorgung. EU-weit geben wir jedes Jahr 400 Milliarden Euro für Energieimporte aus, diesen Wert müssen wir deutlich senken, um unabhängiger zu werden", sagt Freund, Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der Fokus beim Europäischen Rat kommende Woche solle sich insbesondere auf die Vollendung des Energiebinnenmarkts und Energieeffizienz im Gebäudesektor richten. Freund: "Hier sind die Mitgliedstaaten gefordert. Derzeit betreffen lediglich fünf Prozent der Projekte der Mitgliedstaaten die Energieeffizienz. Klar ist aber:
Wenn wir unsere Heizkosten senken wollen, müssen wir auch unsere Gebäude besser isolieren." Die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament (S&D) möchte im Rahmen des von Juncker vorgestellten Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) einen Schwerpunkt auf Energieeffizienz setzen. "Das sind für uns nachhaltige Investitionen für Wachstum und Beschäftigung, die wir dringend brauchen", so Freund.

Außerdem möchte der SPÖ-Europaabgeordnete das Thema Energiearmut angehen. Freund: "Viele Menschen in Europa stehen im Winter vor der Entscheidung: Essen oder warme Wohnung? Wenn wir gemeinsam das Thema der Energieversorgung angehen, dann können wir auch das Heizen günstiger machen. Außer Streit steht für mich dabei, dass Atomenergie kein zukunftstaugliches Modell ist. Abgesehen vom nicht beherrschbaren Risiko, wie wir exakt vier Jahre nach Fukushima wissen, werden bei der Nuklearenergie vielfach Subventionierungskosten nicht eingerechnet." (Schluss) bj

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