Glaukom: zweithäufigste Erblindungsursache

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert Neufassung in Meldung OTS0188 vom 12.03

In Österreich sind etwa 800.000 Menschen von einem
Glaukom betroffen, jährlich kommen ungefähr 16.000 weitere Patienten hinzu. Bei 35.000 Personen hat diese Erkrankung bereits zu einer Sehbehinderung geführt(1). Anlässlich des Weltglaukomtags am 12. März warnen Augenärzte vor Anstieg beim Grünen Star und klären auf.

Das Glaukom, auch besser bekannt als "Grüner Star", wird in den Industriestaaten als zweithäufigste Erblindungsursache angeführt. Resultierend aus einem vielseitigen Erscheinungsbild und einer schmerzfreien Verlaufsform macht sich die Krankheit oft nicht frühzeitig bemerkbar.

Gekennzeichnet durch viele verschiedene Formen, zählen neben dem Alter und der familiären Vorbelastung auch der erhöhte Augeninnendruck sowie eine schlechte Durchblutung des Sehnervs zu den häufigsten Risikofaktoren des Glaukoms. Diese führen zum Verlust der Sehnervenfasern, die das Auge mit dem Gehirn verbinden und als Folge kommt es zu irreparablen Ausfällen im Gesichtsfeld.

Um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und eine geeignete Therapie einzuleiten, zählt die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr - bei familiärer Vorbelastung früher - zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Dabei wird völlig schmerzfrei der Augeninnendruck gemessen sowie der Zustand der Nervenfasern bewertet und überprüft.

Therapiert wird das Glaukom zunächst mittels Augentropfen; sollten diese nicht zu einer ausreichenden Regulierung des Augeninnendrucks führen, erfolgt in weiterer Folge eine Operation.

Primäres Ziel einer Therapie ist in erster Linie die Beibehaltung des Sehens und der Lebensqualität sowie eine Gewährleistung der Mobilität für die Betroffenen. Nur durch einen frühzeitigen Behandlungsbeginn können Erfolge erzielt werden, ein bereits entstandener Schaden lässt sich nicht wieder beheben!

Unter dem Slogan "Evergreens statt Grüner Star" veranstaltete die Glaukom-Kommission der Österreichischen Ophthalmologischen Gesellschaft am 3. März 2015 eine Pressekonferenz um auf den Weltglaukomtag 2015 aufmerksam zu machen.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ) wird künftig den Bereich Augengesundheit verstärkt in den thematischen Fokus nehmen, um ein größeres Bewusstsein dafür zu schaffen und Betroffene bestmöglich zu unterstützen.

(1) http://www.blindenverband.at/home/175

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