Pfotenhilfe bittet um Vorsicht: Kröten wandern wieder

Gefährdete und teilweise geschützte Amphibien brauchen Helfer und Schutz

Wien / Lochen (OTS) - Eines ist sicher: Wenn tausende der kleinen Quaker erwachen, steht der Frühling vor der Tür. Wie auch alle anderen Amphibien erwachen sie nämlich bei Temperaturen um die zehn Grad aus ihrer Winterruhe und beginnen die Wanderung zurück zu ihren Laichgewässern.

Während die streng geschützten Kröten tausendfach dem Ruf der Natur folgen, führt sie ihr Weg dabei oft über stark befahrene Straßen und sie sind auf besondere Vorsicht der Autofahrer angewiesen. Nicht selten führt dieser Weg für viele Kröten in den sicheren Tod. Zahlreiche helfende Tierfreunde, moderne Tunnelsysteme und Absperrungen versuchen für den Schutz der hilfsbedürftigen Lurche zu sorgen.

Meist beginnt die bis zu zwei Kilometer andauernde Krötenwanderung Mitte März und kann bis Ende April dauern. Die Tiere sind dann unterwegs zu Tümpeln und Teichen, um dort ihren Laich abzulegen. "Leider führt dieser Weg oft über stark befahrene Straßen, das ist für die Schützlinge bekanntlich sehr gefährlich" erklärt Sascha Sautner von der Pfotenhilfe. Jedes Jahr um diese Zeit versammeln sich österreichweit freiwillige Tierfreunde die gemeinsam verhindern, dass die Kröten bei ihrer Wanderung unter die Räder von zu schnell fahrenden Autos kommen. Mittels gespannten Netzen oder Zäunen am Straßenrand versperren sie den Reptilien den Weg und halten sie so von der gefährlichen Fahrbahn fern. Entlang dieser Absperrungen sind zahlreiche Kübel im Boden vergraben, in welche die Kröten plumpsen und dann von den Helfern über die Straße getragen werden können. "Leider gibt es diese Schutzmaßnahmen nicht überall." erklärt Sautner. "Sollten Sie also einer Kröte händisch über die Straße helfen, machen Sie das bitte unbedingt mit Handschuhen. Nicht weil die heimischen Kröten schlecht für unsere Haut wären, sondern weil die Kleinen eine extrem sensible Haut haben und schon sanfte Berührungen zu Verletzungen bei den Tieren führen können." appelliert Sautner.

Die Pfotenhilfe bittet um vermehrte Achtsamkeit der Autofahrer: "Wenn Ihnen das Wohl und der Fortbestand der heimischen Kröten am Herzen liegt, fahren Sie bitte die nächsten Wochen vorsichtig und halten Sie die Augen offen. Unsere teilweise gefährdeten und geschützten Kröten werden es Ihnen danken." so Sautner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Sascha Sautner
Verein PFOTENHILFE
0664-848 55 61
sascha.sautner@pfotenhilfe.org

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