Stronach/Nachbaur: Finanztransaktionssteuer sinnlos, beschädigt unseren Finanzplatz!

Wien (OTS) - "Anstatt ständig darüber nachzudenken, wie die ausgabesüchtigen Euro-Staaten an mehr Geld zum Verprassen herankommen könnten, sollten sie lieber ihre Budgets sanieren und ihr Ausgabenproblem in den Griff bekommen", kritisiert Team Stronach Wirtschaftssprecherin Kathrin Nachbaur die von 11 EU-Staaten geplante einheitliche Umsatzsteuer auf Finanzgeschäfte. "Eine Finanztransaktionssteuer würde das Transaktionsvolumen - und damit logischerweise auch das Steueraufkommen - stark reduzieren. Außerdem kann jeder Spekulant bequem ausweichen, wenn nur 11 Staaten mitmachen!", warnt Nachbaur.

Die Finanzwirtschaft sei die am stärksten globalisierte Branche überhaupt, Geld fließe in der Regel den einfachsten und steueroptimierten Weg, so die Team Stronach Mandatarin. "Eine Finanztransaktionssteuer für 11 Länder würde einfach bedeuten, dass die großen Devisendeals künftig einfach über andere Finanzplätze abgewickelt werden", so Nachbaur. Und weiter: "Wenn das kein weltweiter Plan ist, ist er jedenfalls sinnlos und beschädigt nur unseren Finanzplatz."

Nachbaur findet bemerkenswert, dass Derivate deutlich weniger hoch besteuert werden sollen als Aktien. "Die Realwirtschaft wird also wieder einmal mehr geschädigt, als die echten Spekulanten - das erinnert mich irgendwie an die österreichische Regierungspolitik, die die Bankensteuer letztes Jahr verdoppelt hat, aber den gesamten spekulativen Bereich mit Derivaten von der Bankensteuer ausgenommen hat. Hoch leben die Spekulanten in Österreich und in der EU!", so Nachbaur.

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