Universitäten: Senatsvorsitzende zufrieden über Entwarnung beim Budget

Ausgabenreduktionen in der Lehre würden jungen Menschen massiv schaden

Wien (OTS) - Bei der Plenarkonferenz der österreichischen Senatsvorsitzenden am 6. März 2015, wurde folgender Beschluss gefasst:

Die Senatsvorsitzenden der einundzwanzig öffentlichen Universitäten wissen es zu schätzen, dass BM Mitterlehner die für 2016 bis 2018 vorgesehenen Euro 615 Millionen nicht für die bevorstehende Erhöhung von ÄrztInnengehältern verwenden will. Oft schon wurde betont, dass dieser Betrag nur ein Mindestbetrag sei, um die universitären Leistungen auf bisherigem Niveau zu halten. Die Senatsvorsitzenden begrüßen daher die Vorgangsweise, die unerwarteten Ausgaben im Spitalsbereich nicht aus den für die Leistungsvereinbarungen der Universitäten vorgesehenen Mitteln zu finanzieren.

Die Finanzierung der zu erwartenden Kosten aus der sogenannten "Ministerreserve" gemäß § 12 Abs. 5 UG verschiebe das Problem freilich nur. Sie reduziere nämlich den Betrag, der den Universitäten für "besondere Finanzierungserfordernisse" zur Verfügung stehe. Weitere Belastungen, zu denen unter anderem die offensichtliche Finanzschwäche des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) als wichtigem Fördergeber führen könne, wären nur schwer aus der Reserve ausgleichbar. Dadurch notwendige Ausgabenreduktionen bedeuteten in erster Linie Kürzungen in der universitären Lehre, insbesondere in stark nachgefragten und kostenintensiven Studien. So würde jedoch vielen jungen Menschen und der Gesellschaft massiv geschadet. Die Senatsvorsitzenden weisen daher darauf hin, dass es in der Periode 2016 bis 2018 nicht zu realen Kürzungen der Universitätsbudgets kommen darf.

Darüber hinaus hielten die Senatsvorsitzenden bei ihrer Plenartagung fest, dass die Aufrechterhaltung eines qualitätsvollen Lehrbetriebs schon jetzt an ihre Grenzen stoße. In vielen Fächern entsprächen die Betreuungsrelationen nicht internationalen Standards. Die Gewinnung hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchses und international renommierter WissenschafterInnen sowie dringend nötige Investitionen in Gebäude erforderten zusätzliche Finanzmittel. Um die Rolle der Universitäten für die Zukunft zu sichern, sei auf die richtigen Weichenstellungen für Lehre und Forschung größtes Augenmerk zu legen.

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