- 09.03.2015, 10:29:17
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Universitäten: Senatsvorsitzende zufrieden über Entwarnung beim Budget
Ausgabenreduktionen in der Lehre würden jungen Menschen massiv schaden
Utl.: Ausgabenreduktionen in der Lehre würden jungen Menschen massiv
schaden =
Wien (OTS) - Bei der Plenarkonferenz der österreichischen
Senatsvorsitzenden am 6. März 2015, wurde folgender Beschluss
gefasst:
Die Senatsvorsitzenden der einundzwanzig öffentlichen Universitäten
wissen es zu schätzen, dass BM Mitterlehner die für 2016 bis 2018
vorgesehenen Euro 615 Millionen nicht für die bevorstehende Erhöhung
von ÄrztInnengehältern verwenden will. Oft schon wurde betont, dass
dieser Betrag nur ein Mindestbetrag sei, um die universitären
Leistungen auf bisherigem Niveau zu halten. Die Senatsvorsitzenden
begrüßen daher die Vorgangsweise, die unerwarteten Ausgaben im
Spitalsbereich nicht aus den für die Leistungsvereinbarungen der
Universitäten vorgesehenen Mitteln zu finanzieren.
Die Finanzierung der zu erwartenden Kosten aus der sogenannten
"Ministerreserve" gemäß § 12 Abs. 5 UG verschiebe das Problem
freilich nur. Sie reduziere nämlich den Betrag, der den Universitäten
für "besondere Finanzierungserfordernisse" zur Verfügung stehe.
Weitere Belastungen, zu denen unter anderem die offensichtliche
Finanzschwäche des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen
Forschung (FWF) als wichtigem Fördergeber führen könne, wären nur
schwer aus der Reserve ausgleichbar. Dadurch notwendige
Ausgabenreduktionen bedeuteten in erster Linie Kürzungen in der
universitären Lehre, insbesondere in stark nachgefragten und
kostenintensiven Studien. So würde jedoch vielen jungen Menschen und
der Gesellschaft massiv geschadet. Die Senatsvorsitzenden weisen
daher darauf hin, dass es in der Periode 2016 bis 2018 nicht zu
realen Kürzungen der Universitätsbudgets kommen darf.
Darüber hinaus hielten die Senatsvorsitzenden bei ihrer Plenartagung
fest, dass die Aufrechterhaltung eines qualitätsvollen Lehrbetriebs
schon jetzt an ihre Grenzen stoße. In vielen Fächern entsprächen die
Betreuungsrelationen nicht internationalen Standards. Die Gewinnung
hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchses und international
renommierter WissenschafterInnen sowie dringend nötige Investitionen
in Gebäude erforderten zusätzliche Finanzmittel. Um die Rolle der
Universitäten für die Zukunft zu sichern, sei auf die richtigen
Weichenstellungen für Lehre und Forschung größtes Augenmerk zu legen.
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