Segregation mit dem 10. Lebensjahr beenden statt auf Orchideenthemen zu setzen!

FSG-PflichtschullehrerInnen fordert Langform Pflichtschule inklusive Gymnasium für alle

Wien (OTS) - "Der NMS-Analyse von Niki Glattauer im Sonntagskurier ist nichts hinzuzufügen, außer der Frage, welche Kraftanstrengung unsere Schule aus der bildungspolitischen Sackgasse führen kann", hält Thomas Bulant, Bundesvorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft fest und meint weiter: "Mit Urlaubstagen für Schüler oder einem Gehaltszettel für alle LehrerInnen aus einer Hand lässt sich vielleicht ein Casting für das schönste Orchideenthema in der Schulpolitik gewinnen, das Florieren der österreichischen Volkswirtschaft und bessere Bildungschancen für alle Kinder werden dadurch nicht gesichert." Hingegen gäbe es mit einer durchkomponierten Schulautonomie, die faire Ausgangsbedingungen für alle Schulen durch gerechte Mittelzuteilung inkludiert, für die Schulpartner an jedem Standort eine Trägerrakete, um Individualität und Förderkultur zu implementieren, und mit einer Langform Pflichtschulzeit ein Konzept, das alle pädagogischen Kräfte im Sinne einer Steigerung der Bildungskompetenzen bündelt.++++

Laut Bulant müsse die Bildungspolitik nachfolgende Maßnahmen umsetzen:
O Das Finanzministerium gibt zur Stärkung der Volksschulen Ressourcen für Co-Teaching und Support frei.
O Die Volksschule wird von ihrer Selektionsaufgabe befreit, die AHS-Reife ist nicht mehr das zentrale Bildungsziel der Grundschule. O Die Sekundarstufe 1 vereint AHS und NMS.
O In ein Gymnasium für alle halten die jüngst positiv evaluierte Unterrichtsmethode, Lern- und Schulkultur Einzug. Dadurch würden die Ressourcen effizient genützt werden und die jugendlichen Synergiekräfte von Peer Groups nicht verloren gehen.

"Sollten sich die Anhänger der Schulorganisation von 1962 weiterhin durchsetzen", befürchtet Bulant, "würden unzählige Talente für Studium und Berufswelt durch frühzeitige Segregation fehl geleitet werden und verlorengehen. Der Schaden für unsere Volkswirtschaft wäre größer als der aus dem Hypo-Debakel. Auch Bildungsreaktionäre können doch nicht glauben, dass Österreich einen Verlust von 25 Prozent jeder SchülerInnenpopulation verkraften kann, ohne seine Wirtschaftskraft und seine Sozialnetze aufs Spiel zu setzen."

Warnend schließt Bulant: "Das Verharren im Status quo von 1962 müssten die Bildungspolitiker von heute verantworten, den Preis hätten wir aber alle zu zahlen. Ein weiterer Absturz bei den Bildungskompetenzen hat ein geringeres Steueraufkommen und schließlich Kürzungen der Sozialleistungen zur Folge."

Rückfragen & Kontakt:

MMag. Dr. Thomas Bulant
Bundesvorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft
Schenkenstraße 4/5
1010 Wien
Mail: thomas.bulant@apsfsg.at
Mobil: 069919413999

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