Informationskampagne 2015 „Kein Bundesland ist frei von Zecken“

Die Infektionsgefahr besteht immer und überall. Kein Bundesland in Österreich ist frei von Zecken.

Wien (OTS) - Auch im Vorjahr wurden in allen österreichischen Bundesländern FSME-Erkrankungen registriert.

Wie das Department für Virologie der MedUni Wien für 2014 bekannt gab, wurden 80 FSME-Virus Infektionen bei hospitalisierten Patienten diagnostiziert(1). Dieser Wert liegt im normalen Schwankungsbereich -in den letzten zehn Jahren bewegten sich die FSME-Erkrankungen durch Zeckenstiche in Österreich zwischen 45 und 113 Fällen jährlich (1).

Zum Start der FSME-Schutzimpfung in Österreich 1981 waren noch jährlich bis zu 700 FSME-Erkrankungen zu verzeichnen. Ein Wert, den es in unserem Nachbarland Tschechien nach wie vor gibt. Denn während in Österreich die Durchimpfungsrate bei 85 Prozent liegt(2), beträgt sie in Tschechien zwischen 10 und 15 Prozent(3).

Durchimpfungsrate bedeutet aber nur, dass diese Personen "irgendwann" zumindest einmal eine FSME-Schutzimpfung erhalten haben. Im wissenschaftlich abgesicherten, korrekten Impfschema (alle 5 Jahre Auffrischung bzw. ab dem 60sten Lebensjahr alle 3 Jahre) sind mittlerweile nur mehr 46 Prozent aller Österreicher. Jeder fünfte Österreicher hat 2013 bzw. 2014 seine Auffrischungsimpfung nicht wahrgenommen(2).

Der Impfplan 2015, herausgegeben vom Bundesministerium für Gesundheit, empfiehlt die FSME-Impfung für alle in Österreich lebenden Personen. Mit gutem Grund, wie Experten bestätigen.

Nur ein Drittel der Bevölkerung wurde noch nie von einer Zecke gestochen. Im Vorjahr bemerkten 39 Prozent der 2014 geimpften Personen einen Zeckenstich.(2) Immer öfter geschieht dies auch im Westen Österreichs. So wurden die meisten FSME-Erkrankungen 2014 in Oberösterreich mit 23 Patienten und Tirol mit 20 Betroffenen beobachtet.(1)

Der FSME-Virus wird sofort mit dem Stich ins Blut des Wirtskörpers übertragen. Im Falle einer Infektion leiden 40-50 Prozent der Erkrankten an Spätfolgen.(4) Die Vorbeugung von FSME-Infektionen ist besonders wichtig, weil es keine wirksame Behandlungsmöglichkeit gibt.

Der einzige Schutz vor FSME ist die Schutz-Impfung!

Ihre Gesprächspartner sind:

Mag. pharm. Dr. Christian Müller-Uri, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes und Vize-Präsident der Österreichischen Apothekerkammer
Dr. Rudolf Schmitzberger, Sprecher des Referats für Impfangelegenheiten der Österreichischen Ärztekammer
Univ. Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, Institut für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin, MedUni Wien
Dr. rer. nat. Georg Duscher, Stv. Leiter des Institutes für Parasitologie im Department für Pathobiologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Mag. pharm. Dr. Christiane Körner, Präsidentin des Vereins zur Förderung der Impfaufklärung und ehem. Vize-Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer

Quellen:
1 Virusepidemiologische Information Nr. 01/15, Department für Virologie der MedUni Wien
2 GfK Healthcare |FSME Impfstatus 2014 | September 2014
3 European Centre for Disease Prevention and Control 2012: Technical Report - Epidemiological situation of tick-borne encephalitis in the European Union and European Free Trade Association countries.
4 Kaiser, WMW 2012

Informationskampagne 2015 „Kein Bundesland ist frei von Zecken“

Bild(er) finden Sie nach Ende der Veranstaltung
im AOM/Original Bild Service sowie im OTS Bildarchiv unter
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Datum: 12.3.2015, 09:30 - 12:00 Uhr

Ort:
Cafe Bar Bloom 1. Stock
Rotenturmstraße 15, 1010 Wien

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Dkkfm. Herbert Sojak,
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